Samstag, Juni 20, 2009

Mein Stuttgart,...eine Liebeserklärung

Paris- Stadt der Liebe; New York, die Stadt die niemals schläft; London, die Stadt der Mode und Stuttgart, meine Stadt und einfach fabelhaft.
In Stuttgart gibt es immer wieder Neues zu entdecken. Neben charmant mit Stuck besetzten Altbauten glänzen moderne Glasbauten, die das Licht durch die Stadt reflektieren.
Museen laden einen zu kulturellen Abenteuern ein. Restaurants bieten von Hausmannskost bis zu ausgefallenen exotischen Speisen alles was das Herz begehrt. Kinos bringen Abwechslung und allzu leckeres Popcorn und wenn dieses den kleinen Hunger nicht stillt findet man an jeder Ecke einen kleinen Stand, der mit leckeren schnellen Gerichten aushelfen kann. Will man noch mehr als einen romantischen Kinoabend kann man in Stuttgart auch das Großstadtflair von tausenden Menschen und einer riesigen Leinwand auf dem Schlossplatz genießen.
Man kann aber auch eines der vielen, wunderbaren Shoppingcentren besuchen oder die Königsstraße hinauf und hinunter laufen und sich von Schuhen, Bekleidung und Accessoires verführen lassen.
Stuttgart ist am Puls der Zeit. Nachts verwandelt sich die Stadt in eine ruhelose Tanzfläche. Bars und Tanzflächen locken alle die, die Nacht zum Tag machen wollen.
Den Morgenkaffee gibt es dann in einem der zahlreichen Kaffees, die mit trendigen Einrichtungen die Coffein-Junkies zu sich locken.
Stuttgart steckt voller Begegnungen. Man sieht Sportler, die morgens durch den Schlossgarten laufen. Frauen, mit hohen Schuhen und dem Handspiegel in der rechten Hand. Manager die an jedem Ohr ein Geschäftshandy tragen. Dazwischen trifft man die Oma mit dem kleinen Enkel, der sich gerade an der Eisdiele eine Kugel Erdbeere wünscht. Junge, weltoffene Menschen treffen auf erfahrene, hilfsbereite Menschen. In Stuttgart treffen sich alle Kulturen und schaffen eine anregende Atmosphäre, die Stuttgart ausmacht.
Doch Stuttgart bietet noch so viel mehr. Mit dem Straßennetz kommt man schnell in wunderbare Vororte, die mit deutschen Dichtern und Denkern, mit Parks, Schlössern und atemberaubender Natur einen Ausgleich für alle bieten, die einmal weg von der Großstadt wollen.
Lange wird man dem Zentrum aber nicht fern bleiben können, da große Events, wie die WM 2006, alle Stuttgarter wieder zusammen rufen.
Stuttgart ist nicht nur New York, auch nicht Paris oder London. Es ist viel besser es ist Stuttgart und es wartet auf dich.

Dienstag, April 14, 2009

Hallo Frühling!

Es ist unvorstellbar was so ein paar kleine Sonnenstrahlen mit den Menschen anstellen können. Jede Begegnung auf der Straße erwidert ein freundliches Lächeln – die Männer freuen sich auf die Zeit immer kürzer werdender Frauenbekleidung und Lächeln freudestrahlend – Hunde werden nicht mehr nur aus Zwang, sondern vielmehr aus Wohlwollen stundenlang auf Spaziergänge eingeladen – der Eismann klingelt während des Vorbeifahrens „Frühling“ ins Ohr – Pärchen bevölkern Wiesen, Gärten, Seen und Eisdielen – Die Motorradfahrer raßen über Landstraßen, die Segelflieger bevölkern den Himmel und die Fahrradfahrer erkunden neue Gefilde – Jeder hält sich an der frischen Luft auf und genießt das Spektakel der ersten Frühingsgefühle.
Nachdem wir alle monatelang Eiszapfen gezüchtet haben, im Dunkeln vor uns hergelebt haben und das Draußen sein als unheimliche Qual empfinden mussten – ist es nun endlich so weit. Die Sonne erbarmt sich uns. Mit ihr kommen Blumen, Vögel, Früchte und Eiscreme. 
Es ist wie das Losschneiden einer Fessel, die Alle daheim gehalten hat. Der Frühling ist da und alle zieht es in die Freiheit. 
Die Sonne scheint und gibt uns das Gefühl das plötzlich alles einfacher von der Hand geht. Es stimmt, dass der Frühling das Leben neu erblühen lässt. Die kahlen Bäume werden grün und die Blumen scheinen mit dem Kinderlachen um die Wette. Der Berufsweg fällt leichter, da man sowohl morgens, als auch abends noch bei Licht zu Hause ankommt. Die ersten Cabriolets kreuzen unsere Straßen und die erste Bräune hält auf unserer Haut. Der Geruch von Gegrilltem legt sich abends in die Luft und das Bücherlesen wird vom Bett auf Balkonien verlegt.
Es ist berauschend wie quirrlig das Leben um einen Herum rauscht, wenn der Frühling kommt. 
Der Frühling schenkt uns so viel neuen Lebensmut, dass der Glaube wächst man kann alles schaffen und erreichen. Vorsätze und Pläne werden geschmiedet und im Gegensatz zu denen an Silvester meistens auch eingehalten. Der Frühling ist etwas ganz besonderes – er beflügelt jeden Schreiber immer wieder aufs Neue Worte zu finden, Gefühle zu verpacken und Abenteuer niederzuschreiben. Doch bevor ich mich vor lauter Frühlingsgefühlen in die Lüfte begebe, schließe ich nun mit Heinrich Heine und seinen Worten: 
„Jeder in dieser Welt ist am Ende entbehrlich, ausgenommen etwa die Sonne und ich. Denn ohne diese beiden kann ich mir keinen Frühling denken, und auch keine Frühlingslüfte und keine Grisetten, und keine deutsche Literatur!“

Montag, April 13, 2009

Das Glücksexperiment

Wer hat eigentlich behauptet, dass zur Erholung und Glück ein nervenauftreibender Hin- und Rückflug, mit anstrengendem Packwahn vor und nach Ankunft und einer 14-tägigen Marathonkalorienaufnahme gehören. Zugegeben jedes Jahr pilgern Millionen Urlauber in fremde Welten auf der Suche nach Erholung und ein paar Glücksmomenten, die sie aus dem Alltag zaubern.
Ich hingegen stellte gerade eben pure Erholung und Glück fest – einfach so auf dem nächtlichen Heimweg. Während ich den Weg entlang schlendere erreicht mich aus einem nahen Busch ein Geruch fernöstlicher Note. Ich schließe nur Sekundenbruchteile meine Augen und denke an Strand, an Meer und während ich noch tief den Duft einatme und die Augen öffne lächelt mich ein einzigartiger Sternenhimmel an. Es ist Nacht und alle schlafen, die Welt ist ganz leise und hier stehe ich nun auf der Straße und finde mein Glück in einem alltäglichen Moment, - auf dem Heimweg. 
Warum also viel Geld und Zeit verschenken, wenn das Glück uns auch im Alltag überrascht. Wir müssen einfach lernen es zu erkennen. Heute ist alles und jeder nur noch am Nörgeln. Uns geht es wirtschaftlich schlecht, der Sozialstaat hat auch den Geist aufgegeben und sowieso sind alle ganz arm dran. Einzig das Ausland und der Urlaub scheinen noch Glücksgaranten zu sein. 
Doch gerade jetzt wo sich der Frühling über das Land legt, sollten wir nicht da erkennen wie viele unheimlich prickelnde kleine Glücksmomente uns jeder Tag schenkt.
Haben wir das Glück erstmal erkannt und gelernt es nicht als permanenten Zustand zu erzwingen, sondern es vielmehr als das tempöräre, zufällige Besondere anzuerkennen das es ist, können wir dann nicht auch lernen das Glück in unserem Leben bewusster und tiefer wahrzunehmen?
Also ich möchte hiermit den Beweis antreten, dass unser Leben genau so wie es ist eine reine Fundgrube glücklicher Momente ist. Das wir keinen extra Urlaub benötigen um uns zu erholen, da uns jeder Glücksmoment inne Halten lässt um zur Ruhe zu kommen.
Aus diesem Grund werde ich in den folgenden Tagen einfach einmal bewusst jeden Moment in dem mich das Glück anstrahlt notieren und euch damit vielleicht ein klein bisschen glücklicher machen. Denn wenn ich so viel Glück in meinem Leben finden kann, könnt Ihr das dann nicht auch?

Mittwoch, Februar 18, 2009

Meine beste Freundin

Wir suchen eine Gefährtin, damit wir uns stärker fühlen, eine Vertraute, der wir unseren Kummer mitteilen können, eine verwandte Seele, die unseren Kummer lindert durch das Gefühl der Zusammengehörigkeit, Eine, die uns Kraft gibt, uns hilft voranzukommen. Für uns Frauen ist sie die wertvollste Bestätigung, dass es Menschen gibt die in dein Leben treten und nie wieder gehen, da sie dein Leben bereichern: Die beste Freundin.
Sie ist eine, die dich immer versteht und dir auch zuspricht wenn du selbst an dir verzweifelst. Sie kann alle Wunden heilen, indem sie einfach da ist – Und sie ist diejenige, die dir die Wahrheit wie einen Spiegel entgegenhält, so schrecklich die Wahrheit manchmal auch sein mag.
Das Leben einer Frau ist wie ein rauer Ozean. Es gibt stillen, ruhigen Seegang, aber leider auch viel zu häufig stürmischen Wellengang. Da sind die Männer, die kommen und gehen und einen so manches Mal allein und einsam zurücklassen. Doch die beste Freundin geht nie, sie bleibt stets an deiner Seite und hält zu dir. Da sind Kollegen und Menschen, die sich einem in den Weg stellen und Mauern aufbauen. Doch die beste Freundin ist immer da, damit man zusammen alle Mauern einreisen kann und jeden Stein aus dem Weg räumt. Da sind Wunden, Leiden und alte Narben die im Laufe der Zeit geheilt werden müssen. Die beste Freundin ist ein kleiner Mond der beständig um dich kreist und dir Sicherheit und Vertrauen schenkt.
Mit seiner besten Freundin kann man an Grenzen gehen. Zusammen betrinkt man sich das erste Mal, man singt und tanzt solange, bis man lachend auf dem Boden zusammenbricht. Man kocht zusammen, geht shoppen und erlebt immer neue Seiten an sich selbst. Die beste Freundin ist die auf deren Rat wir hören und deren Warnung uns helfen keine Fehler zu begehen.
Wir haben den gleichen Geschmack, können stundenlang telefonieren, können Lachen bis die Sonne untergeht. So sind wir mit unseren besten Freundinnen:
„Es ist gut, wenn du eine beste Freundin hast, denn wenn du keine beste Freundin hast, hast du was verpasst. Gut, wenn du eine beste Freundin hast, denn wenn dich Einer hasst, ist geteiltes Leid nur halbes Leid und nur die halbe Last.“

Dienstag, Februar 17, 2009

in Wolke 7 gleitend...

Wenn ich ein Segelflugzeug wäre, dann wäre alles vor dir eine Flaute gewesen. Doch nun wo du endlich in meinen Luftraum getreten bist, da gibt es nur noch Aufwinde. Du bist im Gleitflug direkt in meinem Herz gelandet.
In deiner Gegenwart kann ich in alle Lüfte steigen, weil du mein Auftrieb bist.
Zusammen gewinnen wir stetig an Höhe und schweben mit der Thermik davon. Da kann jeder noch so große Sturm kommen, wir bleiben füreinander die wichtigsten Tragflächen.
Man wird uns nicht mehr aus der Luft holen können, denn unser gemeinsamer Segelflug wird einer ohne Landung.

Mittwoch, Februar 11, 2009

Be my Valentine

Am 14. Februar ist Valentinstag.

Für alle Verliebten ein Tag romantischer Erlebnisse und wunderbarer Liebesbekundungen. Dank Bischof Valentin aus dem italienischen Terni erhalten an diesem Tag alle umschwärmten Frauen Blumen, kleine Geschenke oder Liebeserklärungen.
Laut Legende hatte er einige Verliebte christlich getraut, auch solche, die nach damaligem kaiserlichen Befehl unverheiratet bleiben mussten. Zudem hat er den frisch verheirateten Paaren Blumen aus seinem Garten geschenkt. Die Ehen, die von ihm geschlossen wurden waren stets glückliche Ehen.

Heute lebt eine ganze Industrie von anstürmenden Männern die ihrer Angebeteten mit Blumen, ihre Zuneigung beweisen wollen. Wer weiß, vielleicht stehen Beziehungen, die am 14 Februar ihrer Liebe mit Blumen Kund tun wirklich unter einem glücklichen Stern?
Doch ob man nun der Tradition sein Tribut zollt, oder einfach nur die gemeinsame Zeit an einem Tag der Liebe miteinander genießt, der Ursprung dieses Tages ist die Liebe, die zwei Menschen verbindet und die an diesem Tag in den Mittelpunkt treten soll.
An diesem Tag dreht sich alles um die Liebe.

Die Liebe, ein Begriff der uns nicht nur an diesem Tag sondern immer und überall begegnet. Doch was ist Liebe.

Laut Lexikon ist Liebe die „stärkste Zuneigung, die ein Mensch für einen anderen Menschen zu empfinden fähig ist. Liebe ist ein Gefühl, mehr noch eine innere Haltung positiver, inniger und tiefer Verbundenheit zu einer Person, die den reinen Zweck einer zwischenmenschlichen Beziehung übersteigt und sich in der Regel durch eine tätige Zuwendung zum anderen ausdrückt.“

Doch wahre, aufrichtige Liebe ist noch viel mehr. Sie beschreibt das wohltuende Gefühl, dass einem die geliebte Person beschert. Sie ist die Achtung und der Respekt, die die Basis bilden für das vollkommene Vertrauen in einen Partner. Sie bezeichnet das gemeinsame Glück, das sich in jedem Lächeln zeigt.

Liebe bedeutet in endlosen Gedanken an den Anderen nicht schlafen zu können. Sehensucht nach seiner Nähe zu haben. Sich in seiner Gegenwart geborgen und angekommen zu fühlen. Die Zeit zu vergessen und jeden Moment, jede Sekunde miteinander zu genießen.
Liebe ist einen Platz in dem Herzen eines Anderen gefunden zu haben. Zu spüren das der geliebte Mensch einem immer den Rücken stärkt, einem die Hand hält und auch im Chaos noch den Überblick behält. Die Liebe gibt Kraft, macht mutig und gibt Zuversicht. Sie verwandelt Regen in Regenbögen.

Liebe kann Schmerzen lindern , sie kann vergessen und vergeben. Liebe lässt Menschen, das Beste in sich erkennen. Liebe ergänzt zwei Menschen, dass sie sich als ein Ganzes fühlen.
Liebe das sind drei kleine Worte, die die Welt bedeuten.
So sollten zwei geliebte Menschen am 14. Februar die eigene kleine Welt in die Hände eines Anderen legen und die drei kleinen Worte sagen, die ein so unvergleichliches Gefühl wie die Liebe beschreiben.

Denn schon Hermann Hesse sagte: „Den Sinn erhält das Leben einzig durch die Liebe. Das heißt: Je mehr wir zu lieben und uns hinzugeben fähig sind, desto sinnvoller wird unser Leben. „
Frohen Valentinstag

Wenn du bei mir bist

Wenn du bei mir bist, dann beginnt mein Herz zu rasen.
Wenn deine Arme über meinen Körper gleiten, dann fühle ich die Gänsehaut über mich kommen.
Dein Atem dringt an mein Ohr und ich schließe die Augen und genieße deine Nähe.
Wenn deine Lippen meine berühren, so zärtlich und liebevoll, dann vergess ich die Welt um uns.
Wenn du deinen Blick über mich gleiten lässt, zehrt sich mein Körper schon längst nach dir.
So viele Gefühle, die du in mir weckst, die mich verwirren und die mich verrückt machen.
Wenn du mich so sanft berührst, dann kann ich dir nicht länger widerstehen.
Ich will dich küssen, dich berühren, dich schmecken. Möchte das du all die wunderbaren Gefühle erlebst, die du mir schenkst.
Wenn du deine Arme um mich legst, deine Lippen an meinem Nacken ruhen und dein Herz schneller schlägt, dann machst du mich willenlos.
Ich will nur noch die Deine sein, will meine Augen schließen und vergessen wo ich anfange und wo du aufhörst.
Wenn du bei mir bist, steht die Zeit still.
Wenn du bei mir bist, dann beginnt mein Herz zu rasen.

Dienstag, Januar 20, 2009

Lukas und sein Handbike

„Auf geht´s, zieh durch!“ denkt sich Lukas, als er mit gut 30 km/h über die Rennstrecke schießt. Er befindet sich kurz vor dem ersehnten Ziel und muss nochmal alle Reserven mobilisieren. Da hört Lukas die kreischenden Zuschauer, die ihm zujubeln und ihn anfeuern und er gibt noch ein letztes Mal richtig Gas. Die Ziellinie kommt immer näher und endlich hat er es geschafft. Lukas hat den Gutenberg Marathon in seiner Altersklasse gewonnen.

Lukas ist ein ganz normaler 16-jähriger Junge aus der Nachbarschaft. Er hat dunkelblondes Haar, blaue Augen und vertreibt sich die Zeit auch mal auf dem Skater Park oder beim Basketball spielen. Er lacht gern über sich selbst und träumt davon später mal eine Familie zu gründen und ein Haus zu bauen. 
Auf den ersten Blick unterscheidet sich Lukas also nicht von all den anderen jungen Sportlern in seinem Alter, außer in der Tatsache, dass er aufgrund eines offenen Rückens seit seiner Geburt im Rollstuhl sitzt. Er fährt kein Fahrrad, sondern ein sogenanntes Handbike. Mit diesem können behinderte Sportler an Wettkämpfen, wie dem Gutenberg Marathon, teilnehmen. 

Das Handbike ist das Sportgerät mit dem Lukas seine Rennen fährt. Es ist vergleichbar mit einem Fahrrad, das aber allein durch die Arme angetrieben wird. Je nach der Art der Behinderung kann der Fahrer darin liegen, oder sitzen. Lukas sitzt in seinem Bike und gibt offen zu „beim ersten Mal fahren, hat man nach zwei Stunden das Gefühl, die Oberarme sterben einem ab“. Heute hat sich Lukas voll an seine Rennmaschine gewöhnt und hält sie für das optimale Trainingsgerät – auch für Nichtbehinderte. Denn durch die sitzende Position wird der Rücken entlastet und Rückenschmerzen verschwinden.

Aus diesem Grund nahm auch sein nichtbehinderte Vater mit ihm zusammen am Gutenberg Marathon teil. Das Zusammenspiel von Behinderten und Nichtbehinderten ist für Lukas etwas völlig Normales. Selbst wenn mal keine Nichtbehinderten unter den Handbikern an den Start gehen, so gibt es häufig Sportveranstaltungen die zusammen bestritten werden. Beispiele sind der New York Marathon oder der Stuttgart Lauf. An letzterem hat Lukas selbst schon teilgenommen. Die Handbiker starten häufig eine halbe Stunde vor den normalen Läufern. Die Teilnahme von behinderten Sportlern gestaltet
einen Wettkampf interessanter. Diesen Eindruck hatte wohl auch die Radsportgruppe Ludwigsburg, als sie die Handbiker darum bat, mit den Nichtbehinderten einen Lauf zu organisieren. Der Sportgruppe ist die Teilnahme der Behinderten wichtig, damit diese die Möglichkeit haben zusammen mit den normalen Sportlern einen tollen Wettkampf zu bestreiten.

„Ich bin der Meinung es gibt nichts was man als Behinderter nicht tun kann, was Nichtbehinderte machen!“, sagt Lukas. Gerade im Sport liegt Lukas mit dieser Meinung ganz nah an der Realität. Heute findet man in fast jeder Sportart auch behinderte Sportler, die sich mit den Nichtbehinderten messen wollen. Einer davon ist Hannes Köppen der als erster Rollstuhlfahrer an dem Ironman auf Hawaii teilnahm. Ein Anderer ist Reinhold Sampl der in seiner Freizeit Handbike fährt und beruflich einer der zehn weltbesten Monoskifahrer ist. Menschen wie sie, sind für Lukas Vorbilder, denn sie reden nicht die ganze Zeit über Ihre Behinderung, sondern nehmen sie stattdessen hin und zeigen anderen Behinderten, wie „normal“ es sich trotz Behinderung leben lässt.

Lukas selbst würde gerne ein Vorbild für Andere sein. 
Er hat keinerlei Probleme sich in einer Welt der Nichtbehinderten zurecht zu finden. Er will so bleiben wie er ist! Obwohl für Lukas die Möglichkeit bestehen würde durch eine Operation eventuell wieder laufen zu können, lehnt Lukas diese ab. Denn sie würde ein halbes Jahr Krankenhausaufenthalt bedeuten und das wäre für ihn „verlorene Lebenszeit“. 

Lukas fühlt sich als normaler Teil der Gesellschaft. „eine 200 kg Frau wird eher angestarrt als ich“ und falls ihn doch mal jemand komisch ansieht, dann lächelt er und winkt der Person zu. Für Lukas ist die Frage der Integration von Behinderten, sei es im Sport oder im Alltag nur ein Problem der Behinderten. Sie seien die Einzigen die durch fehlendes Selbstbewusstsein den normalen Umgang mit den Nichtbehinderten erschweren. Wenn ein körperlich beeinträchtigter Mensch mit sich selbst zufrieden ist, dann lebt er problemlos in einer Gesellschaft „normaler“ Menschen.

Lukas ist ein Musterbeispiel der Integration. Wenn er mal im Mittelpunkt stehen will, dann mit seinem Sport. Sein Traum ist es, einmal am New York Marathon teilzunehmen. Lukas ist eben doch ein ganz normaler 16 Jähriger Junge mit großen Träumen und Zielen.

Dienstag, Dezember 30, 2008

Abschied nehmen

Danke für die wunderschöne Zeit die wir miteinander hatten. Danke auch für all die neuen Erfahrungen die wir zusammen erlebt haben. Ich werde dich als einen Teil meines Lebens immer in meinem Leben halten und werde bestimmt in manchen Lebenslagen an die guten Zeiten zurückdenken.
Ich verpreche dir ich werde all die schlechten Zeiten, die Streitereien und die vielen Tränen, die du mir gestohlen hast vergessen und uns in guter Erinnerung halten.
Doch nun wo wir am Ende stehen, lass mich gehen und lass mich frei.
Für uns gibt es kein Zurück mehr - auch wenn es schmerzt, so denke ich doch mit einem Lächeln zurück. Wir haben soviel voneinander gelernt und auch soviel gelacht. Doch nun ging die Luft aus. Verzeih mir alle Fehler, die ich in unserer gemeinsamen Zeit beging und denke auch du an die großartigen Momente zurück und lass mich als einen liebgewonnenen Menschen in deinem Gedächtnis weilen. Aber lass mich gehen und lass mich frei.
Wir werden unsere Wege gehen und das Vergangene wird mit der Zeit als schöner Gedanke zurückbleiben. Lass uns unsere Zeit abzuschließen und geh auch du und sei frei.
Ich werde dein Herz nicht länger halten, also bitte ich dich schnüre meins nicht zu. Wir werden dieses Ende genauso meistern, wie wir bisher alles meisterten. Wir haben unsere Geschichte beendet und nun wo die letzte Seite geschrieben steht, da wird uns klar, dass es keine einfache Liebesgeschichte wurde. Es ist eine Romanze ohne Happy-End. Doch genau das ist das Spannende an unserem Roman, das er voller Höhen und Tiefen auch in der Tragödie noch friedlich zum Beginn der Geschichte blicken kann und ein versöhnliches Ende findet.
Es ist an der Zeit die letzte Seite umzublättern und das Buch zu beenden.
Lass uns tief einatmen und in einem Moment der Stille Stärke beweisen. Lass uns gehen, lass uns frei.

Dienstag, Dezember 09, 2008

Einzelkämpfer

Unverstanden, Ungehört sitze ich hier. Der Raum um mich herum ist so rießig und leer. Ich schließe die Arme um mich und versuche mein Herz festzuhalten bevor es vor Trauer zerspringt. Allein und einsam kauere ich mich zusammen und die Sehensucht nach Armen, die mich verständnisvoll wiegen schmerzt mich noch mehr. Da ist niemand der meinem Herzen lauscht und der meine Träume und Sehensüchte verstehen will. Immer muss das mutige, starke Mädchen seinen Weg gehen, ohne das sie einer an die Hand nimmt und ihr gut zuredet. Die Kälte mit der Sie mir begegnen und denen es nichts weiter bedeutet, dass mein Herz Ihnen seine Verzweiflung entgegenschreit, sie sagen das ich Ihnen wichtig wäre und das sie nur das Beste für mich wollen würden. Doch sind nicht die Gefühle in mir und Ihre Erwiederung dieser der eigentliche Weg mich glücklich zu machen. Vielleicht möchte ich nur gehört, verstanden und ermutigt werden. Ich will wissen, dass ich Menschen hinter mir habe, die mich begleiten und mich in ihren Armen auffangen, egal welchen Weg ich einschlage. Der Weg mag steinig sein, und doch werde ich ihn gehen nur um meinem Traum einen kleinen Schritt näher zu gehen und wenn Sie mich alleine lassen, dann ist es eben so. Ich verlasse mich einfach auf mich selbst, denn sie wollten das das aus mir wird. Ein Mensch, der auch im größten Schmerz seinen Weg geht. Ich kämpfe mich durch das Dunkel, über alle Hindernisse werde ich gehen, um mein Ziel zu erreichen um Ihnen zu beweisen, das ich es auch ohne sie kann.
Und vielleicht wenn ich nur lang genug ausharre auf diesem Pfand, dann wird sich jemand finden, der meine Hand nimmt und den letzten Schritt mit mir gemeinsam geht.

Freitag, Dezember 05, 2008

Wenn er spielt

(bitte beim Lesen das Klavierspiel der „die fabelhafte Welt der Amelie“ hören)
Leise höre ich seine Klänge mein Ohr erreichen. Er ruft nach mir. Ich laufe auf Zehenspitzen seinen Tönen entgegen. Als ich den Türgriff in meinen Händen halte spüre ich wie mich der Nebel der Melodien schon durch die Tür einnimmt. Ich schließe meine Augen und nehme den Duft seiner Noten in mich auf. Ich öffne behutsam die Tür. Ich versuche meine Anwesenheit zu verbergen. Doch ich weiß, dass er mich in diesem Raum wahrnimmt, denn es ist seine kleine Welt die ich gerade betreten habe. Er füllt den ganzen Raum aus mit seiner Leidenschaft, mit der er jede einzelne Taste anschlägt. Er kann nichts sehen, denn er lebt in einer Welt dunkel wie die Nacht.
Doch wenn er spielt dann kann er alle Farben sehen. Er malt ein Blütenmeer in den Raum, in das er mich bettet. Er weiß genau wie mein Haar fällt, wie es aussieht, wenn ich nervös an meinen Locken spiele und er kann sehen, dass ich heute sein liebstes Kleid anhabe. Es ist ein weiches grün, dass er mir schenkte, weil es so gut zu meinen roten Wellen passt.
Keiner von uns beiden spricht ein Wort. Wir sind einfach nur da, er auf seinem Sitz vor seinem geliebten Piano und ich an der Tür. Ich sehe ihn an und mit jeder Bewegung sehe ich die Liebe, die er in sich trägt. Er sieht mich vielleicht nicht, aber hier und jetzt mit seinem Spiel lässt er mich Dinge sehen, die noch keiner zuvor sah. Ich sehe direkt in sein Herz und ich höre wie er sich in den Tönen verliert. Er ist im Dunkeln, doch sein Klavier leuchtet ihm den Weg. Den Weg in mein Herz hat er schon vor langem gefunden. Wohin wird ihn seine Reise heute führen?

Wochenende

Endlich ist es soweit, das Warten hat ein Ende, die Sehnsucht verschwindet und das Gefühl der Freiheit überwiegt. Es ist Wochenende und ich kann Ihn spüren den Rhythmus meiner Stadt. Der Takt der leuchtenden Hauptstadt legt sich über die Nacht. Sie strömen aus Ihren Häusern direkt auf die Tanzflächen unter den Sternen des Großstadt-Himmels. Ich kann es spüren, das Vibrieren Ihrer Körper auf dem Parkett. Man kann sich diesem Gefühl nicht entziehen. Es ist die Freiheit des Augenblicks, das Dröhnen der Bässe und die Melodie der Musik die sich vereinen zu diesem unglaublichen Gefühl. Voller Energie lässt man sich anstecken und spürt wie jede einzelne Bewegung das Herz pulsieren lässt. Man gibt sich der Ekstase hin und beginnt zu tanzen. Es ist die Nacht, in der in der nichts zählt außer dem Gefühl den Rhythmus in seinem Blut schlagen zu hören. Das Leuchten der Sterne vereint sich mit dem Leuchten der tanzenden Menge und die Körper einer ganzen Stadt bewegen sich zu den Klängen der Musik. Die Augen schließen sich und man lässt sich treiben bis die Nacht zum Tag wird. Die Sinne saugen den letzten Rest Leidenschaft aus der Luft bis sich der morgen, wie ein Schleier über das Land legt und Sie alle wieder nach Hause zurückkehren, um in Sehnsucht auf das nächste Wochenende und die nächste unvergessliche Nacht zu warten.

Sonntag, November 30, 2008

herbstlicher Sonnenuntergang

Heute ist ein Herbsttag, doch es ist nicht irgendein Tag, es ist dieser eine Tag, der nur durch Sie zu etwas besonderem geworden ist. Wir spazieren durch das rötliche Blattwerk unter unseren Füßen und während ich ihr Lächeln sehe fordert sie mich auf, auf das Laub zu hören. Es raschelt unter unseren Füßen. Sie ist ganz begeistert von den Geräuschen der herbstlichen Natur um uns herum. Sie schließt die Augen und atmet tief ein, als Sie ihre Augen wieder öffnet blickt Sie direkt in meine. Es ist wundervoll, Sie anzusehen. Ich habe das Gefühl ich könnte mich den ganzen Tag nur damit beschäftigen dieses wundervolle Geschöpf anzusehen. Ihre Haare wirbeln um ihren schönen Mund und wenn Sie spricht, dann schlägt mein Herz schneller. Es ist jedes Lächeln von ihr, das diesen Herbstsonnenuntergang noch perfekter macht. Ihr Duft steigt in meine Nase und ich weiß in diesem Moment ganz genau, dass Sie es ist, die allein durch ihre Berührung meine kleine Welt auf den Kopf stellen könnte. Wie kann es nur möglich sein, dass es in diesem einen Moment, an diesem Tag, an diesem Ort so viel Glück gibt.

Immer wenn sie lächelt, erkenne ich dieses kleine Grübchen an ihrer Wange. Ich weiß das Sie denkt es sei an Makel in Ihrer Schönheit. Doch für mich macht sie jede Unvollkommenheit nur noch perfekter. Andere Menschen sehen sie vielleicht anders. Doch hier und heute ist Sie die schönste Frau der Welt für mich. Die Sonne streichelt ihr Gesicht und in einem Moment, der mir wie die Unendlichkeit vorkommt, berühren sich unsere Lippen. Als sie sich wieder viel zu früh trennen und ich in ihre leuchtenden Augen sehe, da spüre ich, dass ab jetzt jeder Tag der perfekte sein wird. Sie ist mein Mädchen und sie wird meine Welt zu Ihrer machen, länger noch als einen herbstlichen Sonnenuntergang.

Donnerstag, November 27, 2008

Winterträume

Meine Füße fühlen das langsame Eintauchen in den Schnee. Die kalten, nassen Kristalle schmelzen auf meiner Haut während ich durch den Schnee streife. Der eisige Wind zaubert eine leichtes Rot auf meine Wangen und die Nacht legt sich immer dunkler über die Felder, fernab der Stadt. Die Ruhe und Stille hier draußen, weit weg von all dem Trubel der Welt. Mein Herz scheint vor Glück zu zerspringen. Ich sehe in den nächtlichen Himmel mit all den funkelnden Sternen und ich merke wie alle Lasten in dieser Freiheit des Augenblicks von mir fallen. Es ist als würde der Wunsch der Menschheit endlich zu fliegen in meinem Herzen wahr werden. Mein Herz fühlt den Wind, die Stille und es ist als würden mir Flügel wachsen. Als würde ich über allen Problemen schweben und sie aus einem komplett neuen Blickwinkel sehen. Nichts erdrückt mich, ich bin frei, über allem. Das Gefühl der unendlichen Freiheit erfüllt mich und ich höre wie der Wind mich mitreißen will, wohin ist mir egal, es ist nur das Hier und Jetzt das mich glücklich macht.
Doch schon holt mich die Realität wieder ein schriller Ton und die Flügel werden zu funkelnden Sternen und die Stille zu einem ohrenbetäubenden Klingeln und bevor ich mich nochmal dem Wind hergeben kann, verhederre ich mich in meinem bettlacken und falle zu Boden, um endlich den blöden Wecker zu erschlagen, der mich aus meinem Traum gerissen hat. Auf geht’s in den Lärm und die Hektik der Welt, doch wer weiß wann ich meine Flügel doch noch bekomme?

Mittwoch, Oktober 15, 2008

Ironman


Seine Beine schmerzen, sein Atem kämpft und der Schweiß auf seiner Haut brennt. Er quält sich, denn er ist Teilnehmer an einem der härtesten Sportkämpfe unserer Zeit - dem Ironman. Der Ironman ist der härteste Triathlon der Welt mit einfach unglaublichen Distanzen – 3,8 km Schwimmen; 180 km Radfahren; 42,2 km Laufen –
Wer es schafft und sich ein Ticket für die Europameisterschaft in Frankfurt ergattert, hat die härteste Sporteinheit seines Lebens vor sich. Die Athleten treiben Ihren Körper in einem zehn bis sechzehnstündigen Kampf bis ans Limit. Manch einer bricht zusammen, erbricht sich oder wird im Ziel von Insulinspritzen und Sanitätern aufgepeppt.
Jeder Couchpotatoe und auch jeder Hobbysportler fragt sich wie verrückt man sein kann sich und seinen Körper solch einer Folter zu unterziehen?
Es ist das unheimlich berauschende Gefühl zu finishen, wie es die Ironmänner und -Frauen nennen. Das Ziel mit aller letzter Kraft erreicht zu haben, obwohl der Körper schon lange nicht mehr mitmachen wollte, trotz aller Strapazen und Leiden den Weg bis zum bitteren Ende gegangen zu sein.
Doch noch mehr als die Überwindung des eigenen Verstandes sind es auch all die Menschen am Rand des Events, die es ermöglichen das die Triathleten über Ihre eigenen Grenzen hinaus wachsen und Leistungen vollbringen die nur zu beneiden sind. 
In Frankfurt beispielsweise werden bei der Europameisterschaft der Ironmännner 2.200 Athleten aus 45 Nationen von insgesamt 500.000 Zuschauern angetrieben. Egal ob nun der eigene Familienvater, ein Bekannter oder eine völlig fremde Startnummer an den Fans vorbei rauscht, alle werden sie aus Leibeskräften angefeuert, denn für die Menschen hinter den Sportlern ist jeder Teilnehmer ein Held, egal ob er als erster oder letzter das Ziel findet.
Der Triathlet findet sich am Ende seiner Kräfte und ist nur noch von Schmerzen umgeben und doch wird kein Ironman sich -wie ein Fußballspieler schreiend zu Boden schmeißen- er wird in die Augen der Menschen sehen die an Ihn glauben, die ihn anfeuern und Ihn antreiben und er wird weitermachen bis Nichts mehr geht. Ein Ironman gibt nicht auf, denn er wird das Ziel erreichen egal in welcher Verfassung, das Ziel ist das Ziel. Der Mythos zu finishen!
1982 erreichte eine berühmte Triathletin namens Julie Moss ihre Grenzen und lebte allen Sportlern der Welt vor, wie man sich nach einem Finishen sehnt und über seine Grenzen tritt um einmal Ironwoman zu sein. Die junge Amerikanerin lag auf der Weltmeisterschaft in Hawaii auf Platz 1 als sie wenige Meter vor dem Ziel zusammenbrach und dehydrierte. Ihr Körper hatte auf Notaus geschaltet, doch die ehrgeizige Sportlerin wollte nicht aufgeben und schleppte sich schließlich auf allen Vieren ins Ziel.
Dieses Durchhaltevermögen und das Streben nach dem eigenen Sieg machen den Ironman zu einem Kampf der sich lohnt und der Helden wie meinen Ironman hervorbringt.
Macht weiter und quält euch bis ins Ziel denn nur die wahren Männer (Frauen) werden Ironmänner(Frauen) werden!
(für Blasius)

Mittwoch, Oktober 01, 2008

Die Deine

Am Abend liege ich wach und denke an dich,
denke daran wie es wäre wenn du hier wärst,
an meiner Seite, so nahe dass ich deinen Herzschlag spüre,
so nahe das meine Körperwärme die deine streift,
ich will dich spüren,
will deinen Atem auf meinem Nacken spüren, will die Gänsehaut spüren,
die jede einzelne Berührung von dir hervorruft.
Ich will spüren, wie deine Lippen meinen Nacken entlang fahren,
will mich in deinen Berührungen verlieren,
ich will vergessen, wo ich anfange und wo du aufhörst.
Will deine Haut an meiner fühlen, möchte deine Stimme hören,
deine Hände über meinen Körper gleiten sehen,
will sehen wie dein pochendes Herz gegen deine starke Brust stößt,
möchte deine Schultern sehen, benetzt von kleinen Schweißperlchen,
Will dich verrückt machen mit meinem elektrisierenden Beben
unter deinen Berührungen, will das du dich in mir findest.
Will die Deine sein.

Dienstag, September 30, 2008

Träume sind zum Erfüllen da

Es ist an der Zeit mir einzugestehen, dass ich mich selbst nicht länger quälen kann.
Meine innere Stimmer ist schon heißer vor lauter verzweifeltem Schreien um Aufmerksamkeit. Bevor diese Stimme in mir nur noch als leises Wimmern in meinem Gedächtnis hallt und ich mich unserer Gesellschaft und Ihren Vorstellungen eines vernünftigen Lebens ergeben habe,
Bevor ich mich selbst wie eine wunderschöne Blume langsam zum Verdorren in der Wüste degradiere, werde ich all mein Ideenreichtum, meine Kreativität und all meinen Mut zusammen nehmen und versuchen dem Traum in mir zur Realität zu verhelfen...

... Ich will Schreiben, all mein Herzblut in die Tastatur schlagen, will meine Gefühle und mein Ängste über den Bildschirm wandern lassen und dann an meinem Geschriebenem Wort riechen, es in mir aufnehmen und wissen, dass sich all das Kämpfen gelohnt hat. Die Leidenschaft in mir, darf nicht länger unterdrückt werden, fördert mich, lasst mich recherchieren, reisen, Bilder, Gerüche und Erfahrungen neuer Empfindungen spüren, dafür werde ich euch Kolummnen schreiben, die euch auf eurem Weg begleiten, euch stützen und euch Kraft geben, euch in den Armen tragen, wenn Ihr weint, euch versichern, wenn Ihr den Glauben verliert.

Gebt mir diese eine Chance, die mein Leben verändern könnte,

lasst mich Schreiben!

Freitag, Dezember 07, 2007

Chemie des Lebens

Seit Anfang November diesen Jahres hat sich Frau M. 's Leben zum fantastischen verändert.
Frau M hat wieder einen offiziellen und legalen Zugang zum Internet,
dass heißt das die Fans des schreibenden Kätzchens sich in Zukunft wieder auf schöne und leckere Details aus der Gedankenwelt der Frau M. freuen dürfen.

Donnerstag, Mai 03, 2007

Lässt uns Freiheit Freiheit?




Freiheit ist ein Gut, dass wir über Jahrzehnte anstrebten, in Kriegen erkämpften und in zahlreichen Schriftstücken diskutierten.
Die Freiheit der freien Entfaltung der Persönlichkeit jedes einzelnen Individuums steht in unserer Demokratie an oberster Stelle.
Doch in einer Zeit in der die Freiheit Jeden einfach nur so überschwemmt, in einer Zeit in der die Freiheit allgegenwärtig ist und in einer Zeit, in der uns Freiheit nicht frei werden lässt, sondern beginnt uns einzuengen, müssen wir uns fragen, ob Freiheit uns in unserer ach so „freien“ Gesellschaft noch frei sein lässt?

Alles begann mit der Festlegung unserer Grundgesetzte im Jahre 1949. Damals schrie jeder nach Pressefreiheit, Meinungsfreiheit und der Freiheit der Person. Wir sollten bekommen, wonach wir so sehnlich verlangten.

Heute im Zeitalter der freien Marktwirtschaft können wir –dank der Aufklärung- nicht nur frei denken und handeln, wir können auch frei sprechen, wählen, reisen und uns frei entfalten.
Heute haben wir so viele Freiheiten, dass wir gar nicht wissen für welche Freiheiten wir uns erstmal entscheiden sollen.
Welchen Abschluss strebe ich an? Schließlich kann ich auf sämtlichen zweiten Bildungswegen meinen Wunschabschluss erlangen.
Welchen Arbeitsplatz möchte ich wählen? Ich kann ja jedes Jahr mit einer neuen Gewerbeentstehungen rechnen.
Wo will ich mein Leben verleben? Mir steht ganz Europa offen.

Die Welt ist riesig und die Möglichkeiten schier unendlich.
Ich muss mich nur noch entscheiden!
Doch genau hier fängt das Problem an. Wenn ein Mensch nur zwei Möglichkeiten hat, zwischen denen er abwägen muss, so fällt die Entscheidung leicht. Doch in einer globalisierten Welt, in der uns Milliarden von Menschen jeden Tag neue Möglichkeiten eröffnen, fällt die Entscheidung schon wesentlich schwerer.
Wir wollen alles auf einmal. Wir sind gierig nach den vielen Möglichkeiten, die uns die Freiheit bietet.
Ein einfaches Beispiel ist der heutige Student: Er will seine Möglichkeiten an seiner hochgelobten Universität voll ausschöpfen. Er belegt freiwillig, die erschwinglichen Extrakurse, die man doch zwischendurch einschieben kann. Nach der Uni wird er den Theaterkurs besuchen, nebenher will er in den Tanzkurs, die Kunst-AG belegen, den Musikraum beanschlagen, das soziale Projekt am Krankenhaus bewerkstelligen und nebenbei sein business- Englisch aufpolieren. Und warum?
Um seine freie Zeit zu verbuchen?
Nein, er weiß, dass Kreativität, Sportlichkeit, gute sprachliche und soziale Fähigkeiten heutzutage sehr gefragt sind und bereitet sich so einen unschlagbaren Lebenslauf für alle Eventualitäten seiner Globalisierung zurecht.

Doch vor lauter Vorbereitungen und Planungen für die Zukunft in unserer Alles-ist-Möglich-Gesellschaft bleibt das wichtigste auf der Strecke: die eigene Freiheit.
Die Freiheit einfach mal einen Tag aus dieser Gesellschaft auszusteigen und sich auf sich selbst zu konzentrieren. Denn wenn wir alle zwischenmenschlichen Beziehungen verlieren - weil uns die Zeit diese zu pflegen, die Freiheit nehmen würde uns frei zu entwickeln - dann würden wir beginnen einsam zu werden. Wir würden ein freier Mensch der Gesellschaft werden.
Darum müssen wir als erste Wahl treffen:

Wer will ich eigentlich sein, in dieser Gesellschaft?
Will ich einer dieser Nichtmenschen werden, der sich nur dem freien Gesellschaftlichen Bild anpasst und sich zu dem entwickelt, was die Gesellschaftlichen Möglichkeiten hergeben- und diese sind reichlich.
Oder will ich eine eigene Persönlichkeit werden?

Um sich von unserer Freiheit nicht komplett einnehmen zu lassen, nicht jeden Tag der Demokratie zu widmen, sondern auch mal unsere soziale Ader zu entdecken, müssen wir daran arbeiten uns als Menschen zu erkennen. Menschen sind Gesellschaftswesen. Wir können uns alleine nicht optimal entwickeln.
Wir brauchen zwischenmenschliche Beziehungen für unsere Reife mehr, als den neuen Französisch Volkshochschulkurs.

In einer Gesellschaft in der jeder dritte Single ist, sein Leben der Gesellschaft und dem Aufsteigen in dieser gesellschaftlichen Freiheit gewidmet hat.
In einer Gesellschaft, in der ein Papst uns erkennen lässt, dass wir uns nach alten Werten der Menschlichkeit mehr sehnen, als nach noch mehr Globalisierung.
In dieser Gesellschaft sollte die Freiheit sich selbst zu finden, als neues oberstes Ziel angesehen werden.

Denn erst wenn wir uns alle Selbst gefunden haben, dann haben wir erst die richtigen Möglichkeiten und die richtigen Wahlen für unsere Freiheit gefunden. Erst wenn man Zeit hatte, zu einem emanzipierten Menschen geworden zu sein, kann man die Freiheit unserer Demokratie genießen und sie als den hohen Wert ansehen, den sie tatsächlich vertritt.
Hört ihr mich denn nun endlich!?



„Drei Jugendliche überfielen letzte Nacht, einen Waffenhändler und entnahmen hierbei zwei Schlagstöcke, 1 Messer des Typs Butterfly und eine Schusswaffe. Im Laufe der Nacht gingen die drei bewaffneten Jugendlichen auf einen Obdachlosen in der Innenstadt los, der diese Nacht im Krankenhaus nicht mehr überlebte. Bei Informationen zu diesem Fall, bitten wir nun die Bevölkerung sich bei der Polizei zu melden.“
So oder so ähnlich könnten die Nachrichten unserer heutigen Gesellschaft und ihrer frustrierten jungen Generation klingen.
In unserer Gesellschaft klärt sich ein Bild der Aggression auf: Immer mehr Jugendliche verlieren die Beherrschung und neigen zur Gewalt. Eine Generation der brutalen Konflikt- Bewältiger scheint geboren. Doch woran fehlt es in unserer modernisierten Gesellschaft, dass diese Jugendlichen keine andere Waffe, als die der Gewalt kennen, um sich durch zu setzten?

In einer solch anonymisierten Gesellschaft wie der heutigen, war es nur eine Frage der Zeit bis sich Jugendliche in ihrer Einsamkeit an die Gewalt wenden. Viele Kids dieser Generation nennen sich stolz Schlüsselkinder. Es hat den Anschein, dass diese Kinder sehr früh mit Verantwortung vertraut gemacht wurden, dass sie früh auf eigenen Beinen stehen können und die viele Freiheit ihnen das Leben erleichtert. Doch dass hinter dieser Fassade eventuell auch eine geknickte Persönlichkeit herrscht darauf werden Eltern, solcher Kinder nie aufmerksam gemacht. Kinder und Jugendliche, die schon mit 12 beginnen sich ihr Mittagessen nach der Schule allein zu richten und denen klar gemacht wird, - dass wenn Mama abends vom Geschäft nach Hause kommt, sie erstmal ihre Ruhe braucht – wird unterdrückt erklärt, das sie mit ihren Problemen alleine klar kommen sollen und die Eltern nicht nach einem stressigen Arbeitstag damit belästigen sollen.
Schlüsselkinder oder Kinder mit zu viel Verantwortung bekommen keine Chance sich mit Problemen auseinender zu setzten, oder auf ihre Probleme hinzuweisen.

Sie lernen schon im Kindesalter, dass das Schlucken von Problemen, die beste Lösung ist.
Wenn solche Kinder aber mit 14 eine Schusswaffe in die Hand bekommen und nach einem versehentlich gelösten Schuss alle Aufmerksamkeit auf diesen Jugendlichen gerichtet ist, besitzt dieser plötzlich eine rießen Macht all seiner angestauten Frust Luft zu machen.

Gewalt ist ein Schrei nach Aufmerksamkeit. Menschen die nie gehört wurden, verschaffen sich plötzlich auf brutalste Weise Gehör.
Das beste Beispiel sind Ammockläufer an deutschen Schulen. Täterbeschreibungen klingen meist: „Schüchterner Mensch, war nie recht auffällig gewesen, war eher ein Einzelgänger.“
Niemanden in unserer Anonymwelt registriert, wenn ein Mensch seine Einsamkeit nicht bekämpfen kann. Die Empathie, die uns Menschen ausmacht scheint vollkommen verloren gegangen.

Das Interesse an den Problemen anderer, scheint im Angesicht der meist viel wichtiger wirkenden Probleme von sich selbst, kaum der Rede wert.

In diese grauenhaft einsame Welt wird eine Generation geboren, die mit immer weiter global wachsenden Problemen fertig werden muss, obwohl man dieser Generation nie beigebracht hat, wie man Konflikt löst.
Die wachsenden Umweltbelastungen, Kriege im Nahen Osten, schlechte wirtschaftliche Entwicklungen im eigenen Land und zu allem übel wohl auch noch eine schlechte, schier aussichtslose persönliche Zukunft, die ohne Job und geringe soziale Leistung keine Ausflucht bietet.
Diesen Menschen wird keine Perspektive gegeben und eine Generation des Frustes schafft sich ihren Weg.
Das Resultat der ungehörten Frustration über ihre eigene kleine Welt sind Bilder wie in Frankreich. Wenn ganze Menschenmassen sich zusammenschließen, um auf ihre Missstände, ihre ungehörten Gefühle und unbeachteten Probleme aufmerksam zu machen.

Gewalt ist zu einem Sprachrohr geworden. Vie zu lange wurden Menschen unbeachtet mit all ihren Problemen belastet in eine Ecke verdrängt und abgestempelt.
Doch mit der Macht über Aggression, mit der Macht die einem Gewalt gibt, können diese Menschen plötzlich Aufmerksamkeit erringen.

Denn dass man über Probleme reden kann, dass sie gehört werden können wurde diesen Menschen nicht beigebracht. Die Gewalt ist die letzte Hoffnung nach Verständnis.

Und genau hier muss das Verständnis unserer Gesellschaft greifen. Diese Gewalt-Gesellschaft muss erkennen, das Menschen die sich unnütz und einsam fühlen geradezu in die Gewalt getrieben werden. Wenn man diesen Menschen jedoch eine Perspektive bietet, ihr Selbstvertrauen stäkt, sie sich in unserer Gesellschaft gebraucht fühlen und auch befähigt werden Menschen Probleme anvertrauen zu können und Menschen mit ihrem Mitgefühl wiederum helfen zu können, dann kann Gewalt verhindert werden und der Mensch kann wieder das tun, was ihn auszeichnet.
Fühlen und gefühlt werden, um als Mensch in der Gruppe- in der Gesellschaft gehört und verstanden zu werden.