Sonntag, November 30, 2008
herbstlicher Sonnenuntergang
Immer wenn sie lächelt, erkenne ich dieses kleine Grübchen an ihrer Wange. Ich weiß das Sie denkt es sei an Makel in Ihrer Schönheit. Doch für mich macht sie jede Unvollkommenheit nur noch perfekter. Andere Menschen sehen sie vielleicht anders. Doch hier und heute ist Sie die schönste Frau der Welt für mich. Die Sonne streichelt ihr Gesicht und in einem Moment, der mir wie die Unendlichkeit vorkommt, berühren sich unsere Lippen. Als sie sich wieder viel zu früh trennen und ich in ihre leuchtenden Augen sehe, da spüre ich, dass ab jetzt jeder Tag der perfekte sein wird. Sie ist mein Mädchen und sie wird meine Welt zu Ihrer machen, länger noch als einen herbstlichen Sonnenuntergang.
Donnerstag, November 27, 2008
Winterträume
Doch schon holt mich die Realität wieder ein schriller Ton und die Flügel werden zu funkelnden Sternen und die Stille zu einem ohrenbetäubenden Klingeln und bevor ich mich nochmal dem Wind hergeben kann, verhederre ich mich in meinem bettlacken und falle zu Boden, um endlich den blöden Wecker zu erschlagen, der mich aus meinem Traum gerissen hat. Auf geht’s in den Lärm und die Hektik der Welt, doch wer weiß wann ich meine Flügel doch noch bekomme?
Mittwoch, Oktober 15, 2008
Ironman
Seine Beine schmerzen, sein Atem kämpft und der Schweiß auf seiner Haut brennt. Er quält sich, denn er ist Teilnehmer an einem der härtesten Sportkämpfe unserer Zeit - dem Ironman. Der Ironman ist der härteste Triathlon der Welt mit einfach unglaublichen Distanzen – 3,8 km Schwimmen; 180 km Radfahren; 42,2 km Laufen –
Wer es schafft und sich ein Ticket für die Europameisterschaft in Frankfurt ergattert, hat die härteste Sporteinheit seines Lebens vor sich. Die Athleten treiben Ihren Körper in einem zehn bis sechzehnstündigen Kampf bis ans Limit. Manch einer bricht zusammen, erbricht sich oder wird im Ziel von Insulinspritzen und Sanitätern aufgepeppt.
Jeder Couchpotatoe und auch jeder Hobbysportler fragt sich wie verrückt man sein kann sich und seinen Körper solch einer Folter zu unterziehen?
Es ist das unheimlich berauschende Gefühl zu finishen, wie es die Ironmänner und -Frauen nennen. Das Ziel mit aller letzter Kraft erreicht zu haben, obwohl der Körper schon lange nicht mehr mitmachen wollte, trotz aller Strapazen und Leiden den Weg bis zum bitteren Ende gegangen zu sein.
Doch noch mehr als die Überwindung des eigenen Verstandes sind es auch all die Menschen am Rand des Events, die es ermöglichen das die Triathleten über Ihre eigenen Grenzen hinaus wachsen und Leistungen vollbringen die nur zu beneiden sind.
In Frankfurt beispielsweise werden bei der Europameisterschaft der Ironmännner 2.200 Athleten aus 45 Nationen von insgesamt 500.000 Zuschauern angetrieben. Egal ob nun der eigene Familienvater, ein Bekannter oder eine völlig fremde Startnummer an den Fans vorbei rauscht, alle werden sie aus Leibeskräften angefeuert, denn für die Menschen hinter den Sportlern ist jeder Teilnehmer ein Held, egal ob er als erster oder letzter das Ziel findet.
Der Triathlet findet sich am Ende seiner Kräfte und ist nur noch von Schmerzen umgeben und doch wird kein Ironman sich -wie ein Fußballspieler schreiend zu Boden schmeißen- er wird in die Augen der Menschen sehen die an Ihn glauben, die ihn anfeuern und Ihn antreiben und er wird weitermachen bis Nichts mehr geht. Ein Ironman gibt nicht auf, denn er wird das Ziel erreichen egal in welcher Verfassung, das Ziel ist das Ziel. Der Mythos zu finishen!
1982 erreichte eine berühmte Triathletin namens Julie Moss ihre Grenzen und lebte allen Sportlern der Welt vor, wie man sich nach einem Finishen sehnt und über seine Grenzen tritt um einmal Ironwoman zu sein. Die junge Amerikanerin lag auf der Weltmeisterschaft in Hawaii auf Platz 1 als sie wenige Meter vor dem Ziel zusammenbrach und dehydrierte. Ihr Körper hatte auf Notaus geschaltet, doch die ehrgeizige Sportlerin wollte nicht aufgeben und schleppte sich schließlich auf allen Vieren ins Ziel.
Dieses Durchhaltevermögen und das Streben nach dem eigenen Sieg machen den Ironman zu einem Kampf der sich lohnt und der Helden wie meinen Ironman hervorbringt.
Macht weiter und quält euch bis ins Ziel denn nur die wahren Männer (Frauen) werden Ironmänner(Frauen) werden!
(für Blasius)
Mittwoch, Oktober 01, 2008
Die Deine
Dienstag, September 30, 2008
Träume sind zum Erfüllen da
Meine innere Stimmer ist schon heißer vor lauter verzweifeltem Schreien um Aufmerksamkeit. Bevor diese Stimme in mir nur noch als leises Wimmern in meinem Gedächtnis hallt und ich mich unserer Gesellschaft und Ihren Vorstellungen eines vernünftigen Lebens ergeben habe,
Bevor ich mich selbst wie eine wunderschöne Blume langsam zum Verdorren in der Wüste degradiere, werde ich all mein Ideenreichtum, meine Kreativität und all meinen Mut zusammen nehmen und versuchen dem Traum in mir zur Realität zu verhelfen...
... Ich will Schreiben, all mein Herzblut in die Tastatur schlagen, will meine Gefühle und mein Ängste über den Bildschirm wandern lassen und dann an meinem Geschriebenem Wort riechen, es in mir aufnehmen und wissen, dass sich all das Kämpfen gelohnt hat. Die Leidenschaft in mir, darf nicht länger unterdrückt werden, fördert mich, lasst mich recherchieren, reisen, Bilder, Gerüche und Erfahrungen neuer Empfindungen spüren, dafür werde ich euch Kolummnen schreiben, die euch auf eurem Weg begleiten, euch stützen und euch Kraft geben, euch in den Armen tragen, wenn Ihr weint, euch versichern, wenn Ihr den Glauben verliert.
Gebt mir diese eine Chance, die mein Leben verändern könnte,
lasst mich Schreiben!
Freitag, Dezember 07, 2007
Chemie des Lebens
Frau M hat wieder einen offiziellen und legalen Zugang zum Internet,
dass heißt das die Fans des schreibenden Kätzchens sich in Zukunft wieder auf schöne und leckere Details aus der Gedankenwelt der Frau M. freuen dürfen.
Donnerstag, Mai 03, 2007
Freiheit ist ein Gut, dass wir über Jahrzehnte anstrebten, in Kriegen erkämpften und in zahlreichen Schriftstücken diskutierten.
Die Freiheit der freien Entfaltung der Persönlichkeit jedes einzelnen Individuums steht in unserer Demokratie an oberster Stelle.
Doch in einer Zeit in der die Freiheit Jeden einfach nur so überschwemmt, in einer Zeit in der die Freiheit allgegenwärtig ist und in einer Zeit, in der uns Freiheit nicht frei werden lässt, sondern beginnt uns einzuengen, müssen wir uns fragen, ob Freiheit uns in unserer ach so „freien“ Gesellschaft noch frei sein lässt?
Alles begann mit der Festlegung unserer Grundgesetzte im Jahre 1949. Damals schrie jeder nach Pressefreiheit, Meinungsfreiheit und der Freiheit der Person. Wir sollten bekommen, wonach wir so sehnlich verlangten.
Heute im Zeitalter der freien Marktwirtschaft können wir –dank der Aufklärung- nicht nur frei denken und handeln, wir können auch frei sprechen, wählen, reisen und uns frei entfalten.
Heute haben wir so viele Freiheiten, dass wir gar nicht wissen für welche Freiheiten wir uns erstmal entscheiden sollen.
Welchen Abschluss strebe ich an? Schließlich kann ich auf sämtlichen zweiten Bildungswegen meinen Wunschabschluss erlangen.
Welchen Arbeitsplatz möchte ich wählen? Ich kann ja jedes Jahr mit einer neuen Gewerbeentstehungen rechnen.
Wo will ich mein Leben verleben? Mir steht ganz Europa offen.
Die Welt ist riesig und die Möglichkeiten schier unendlich.
Ich muss mich nur noch entscheiden!
Doch genau hier fängt das Problem an. Wenn ein Mensch nur zwei Möglichkeiten hat, zwischen denen er abwägen muss, so fällt die Entscheidung leicht. Doch in einer globalisierten Welt, in der uns Milliarden von Menschen jeden Tag neue Möglichkeiten eröffnen, fällt die Entscheidung schon wesentlich schwerer.
Wir wollen alles auf einmal. Wir sind gierig nach den vielen Möglichkeiten, die uns die Freiheit bietet.
Ein einfaches Beispiel ist der heutige Student: Er will seine Möglichkeiten an seiner hochgelobten Universität voll ausschöpfen. Er belegt freiwillig, die erschwinglichen Extrakurse, die man doch zwischendurch einschieben kann. Nach der Uni wird er den Theaterkurs besuchen, nebenher will er in den Tanzkurs, die Kunst-AG belegen, den Musikraum beanschlagen, das soziale Projekt am Krankenhaus bewerkstelligen und nebenbei sein business- Englisch aufpolieren. Und warum?
Um seine freie Zeit zu verbuchen?
Nein, er weiß, dass Kreativität, Sportlichkeit, gute sprachliche und soziale Fähigkeiten heutzutage sehr gefragt sind und bereitet sich so einen unschlagbaren Lebenslauf für alle Eventualitäten seiner Globalisierung zurecht.
Doch vor lauter Vorbereitungen und Planungen für die Zukunft in unserer Alles-ist-Möglich-Gesellschaft bleibt das wichtigste auf der Strecke: die eigene Freiheit.
Die Freiheit einfach mal einen Tag aus dieser Gesellschaft auszusteigen und sich auf sich selbst zu konzentrieren. Denn wenn wir alle zwischenmenschlichen Beziehungen verlieren - weil uns die Zeit diese zu pflegen, die Freiheit nehmen würde uns frei zu entwickeln - dann würden wir beginnen einsam zu werden. Wir würden ein freier Mensch der Gesellschaft werden.
Darum müssen wir als erste Wahl treffen:
Wer will ich eigentlich sein, in dieser Gesellschaft?
Will ich einer dieser Nichtmenschen werden, der sich nur dem freien Gesellschaftlichen Bild anpasst und sich zu dem entwickelt, was die Gesellschaftlichen Möglichkeiten hergeben- und diese sind reichlich.
Oder will ich eine eigene Persönlichkeit werden?
Um sich von unserer Freiheit nicht komplett einnehmen zu lassen, nicht jeden Tag der Demokratie zu widmen, sondern auch mal unsere soziale Ader zu entdecken, müssen wir daran arbeiten uns als Menschen zu erkennen. Menschen sind Gesellschaftswesen. Wir können uns alleine nicht optimal entwickeln.
Wir brauchen zwischenmenschliche Beziehungen für unsere Reife mehr, als den neuen Französisch Volkshochschulkurs.
In einer Gesellschaft in der jeder dritte Single ist, sein Leben der Gesellschaft und dem Aufsteigen in dieser gesellschaftlichen Freiheit gewidmet hat.
In einer Gesellschaft, in der ein Papst uns erkennen lässt, dass wir uns nach alten Werten der Menschlichkeit mehr sehnen, als nach noch mehr Globalisierung.
In dieser Gesellschaft sollte die Freiheit sich selbst zu finden, als neues oberstes Ziel angesehen werden.
Denn erst wenn wir uns alle Selbst gefunden haben, dann haben wir erst die richtigen Möglichkeiten und die richtigen Wahlen für unsere Freiheit gefunden. Erst wenn man Zeit hatte, zu einem emanzipierten Menschen geworden zu sein, kann man die Freiheit unserer Demokratie genießen und sie als den hohen Wert ansehen, den sie tatsächlich vertritt.
„Drei Jugendliche überfielen letzte Nacht, einen Waffenhändler und entnahmen hierbei zwei Schlagstöcke, 1 Messer des Typs Butterfly und eine Schusswaffe. Im Laufe der Nacht gingen die drei bewaffneten Jugendlichen auf einen Obdachlosen in der Innenstadt los, der diese Nacht im Krankenhaus nicht mehr überlebte. Bei Informationen zu diesem Fall, bitten wir nun die Bevölkerung sich bei der Polizei zu melden.“
So oder so ähnlich könnten die Nachrichten unserer heutigen Gesellschaft und ihrer frustrierten jungen Generation klingen.
In unserer Gesellschaft klärt sich ein Bild der Aggression auf: Immer mehr Jugendliche verlieren die Beherrschung und neigen zur Gewalt. Eine Generation der brutalen Konflikt- Bewältiger scheint geboren. Doch woran fehlt es in unserer modernisierten Gesellschaft, dass diese Jugendlichen keine andere Waffe, als die der Gewalt kennen, um sich durch zu setzten?
In einer solch anonymisierten Gesellschaft wie der heutigen, war es nur eine Frage der Zeit bis sich Jugendliche in ihrer Einsamkeit an die Gewalt wenden. Viele Kids dieser Generation nennen sich stolz Schlüsselkinder. Es hat den Anschein, dass diese Kinder sehr früh mit Verantwortung vertraut gemacht wurden, dass sie früh auf eigenen Beinen stehen können und die viele Freiheit ihnen das Leben erleichtert. Doch dass hinter dieser Fassade eventuell auch eine geknickte Persönlichkeit herrscht darauf werden Eltern, solcher Kinder nie aufmerksam gemacht. Kinder und Jugendliche, die schon mit 12 beginnen sich ihr Mittagessen nach der Schule allein zu richten und denen klar gemacht wird, - dass wenn Mama abends vom Geschäft nach Hause kommt, sie erstmal ihre Ruhe braucht – wird unterdrückt erklärt, das sie mit ihren Problemen alleine klar kommen sollen und die Eltern nicht nach einem stressigen Arbeitstag damit belästigen sollen.
Schlüsselkinder oder Kinder mit zu viel Verantwortung bekommen keine Chance sich mit Problemen auseinender zu setzten, oder auf ihre Probleme hinzuweisen.
Sie lernen schon im Kindesalter, dass das Schlucken von Problemen, die beste Lösung ist.
Wenn solche Kinder aber mit 14 eine Schusswaffe in die Hand bekommen und nach einem versehentlich gelösten Schuss alle Aufmerksamkeit auf diesen Jugendlichen gerichtet ist, besitzt dieser plötzlich eine rießen Macht all seiner angestauten Frust Luft zu machen.
Gewalt ist ein Schrei nach Aufmerksamkeit. Menschen die nie gehört wurden, verschaffen sich plötzlich auf brutalste Weise Gehör.
Das beste Beispiel sind Ammockläufer an deutschen Schulen. Täterbeschreibungen klingen meist: „Schüchterner Mensch, war nie recht auffällig gewesen, war eher ein Einzelgänger.“
Niemanden in unserer Anonymwelt registriert, wenn ein Mensch seine Einsamkeit nicht bekämpfen kann. Die Empathie, die uns Menschen ausmacht scheint vollkommen verloren gegangen.
Das Interesse an den Problemen anderer, scheint im Angesicht der meist viel wichtiger wirkenden Probleme von sich selbst, kaum der Rede wert.
In diese grauenhaft einsame Welt wird eine Generation geboren, die mit immer weiter global wachsenden Problemen fertig werden muss, obwohl man dieser Generation nie beigebracht hat, wie man Konflikt löst.
Die wachsenden Umweltbelastungen, Kriege im Nahen Osten, schlechte wirtschaftliche Entwicklungen im eigenen Land und zu allem übel wohl auch noch eine schlechte, schier aussichtslose persönliche Zukunft, die ohne Job und geringe soziale Leistung keine Ausflucht bietet.
Diesen Menschen wird keine Perspektive gegeben und eine Generation des Frustes schafft sich ihren Weg.
Das Resultat der ungehörten Frustration über ihre eigene kleine Welt sind Bilder wie in Frankreich. Wenn ganze Menschenmassen sich zusammenschließen, um auf ihre Missstände, ihre ungehörten Gefühle und unbeachteten Probleme aufmerksam zu machen.
Gewalt ist zu einem Sprachrohr geworden. Vie zu lange wurden Menschen unbeachtet mit all ihren Problemen belastet in eine Ecke verdrängt und abgestempelt.
Doch mit der Macht über Aggression, mit der Macht die einem Gewalt gibt, können diese Menschen plötzlich Aufmerksamkeit erringen.
Denn dass man über Probleme reden kann, dass sie gehört werden können wurde diesen Menschen nicht beigebracht. Die Gewalt ist die letzte Hoffnung nach Verständnis.
Und genau hier muss das Verständnis unserer Gesellschaft greifen. Diese Gewalt-Gesellschaft muss erkennen, das Menschen die sich unnütz und einsam fühlen geradezu in die Gewalt getrieben werden. Wenn man diesen Menschen jedoch eine Perspektive bietet, ihr Selbstvertrauen stäkt, sie sich in unserer Gesellschaft gebraucht fühlen und auch befähigt werden Menschen Probleme anvertrauen zu können und Menschen mit ihrem Mitgefühl wiederum helfen zu können, dann kann Gewalt verhindert werden und der Mensch kann wieder das tun, was ihn auszeichnet.
Fühlen und gefühlt werden, um als Mensch in der Gruppe- in der Gesellschaft gehört und verstanden zu werden.
Mittwoch, Dezember 06, 2006
Familie Im Wandel
"Timmi, leg das weg!", "Das Christkindle war da, kannst kommen!", "Er hat dich einfach nicht verdient, es wird ein besserer kommen!"
Sätze die wir in einer guten Familie alle schon einmal gehört haben. Die Familie begleitet uns durch unser Leben und lässt somit auch ihre Spuren.
Doch was ist für uns Familie?
Familien definieren sich individuell. Schon allein die Form ist in jeder Familie anders. Für den einen ist schon eine eheähnliche Lebensgemeinschaft, als Familie anzusehen.
Ein anderer ist der Meinung, dass eine Familie, erst dann zur Familie wird, wenn ein Kind in diese Familie hineingeboren wird. Wieder andere sind der Meinung, dass eine Familie, so wie früher, mehr, als ein Kind benötigt, um als Familie zu gelten.
Die Form der Familien hat sich jedoch in den letzten Jahren drastisch verändert. Während man früher eine Familie, wirklich nur als Familie bezeichnete, wenn es eine Großfamilie war, d.h wenn mehr als zwei Kinder vorhanden waren, gelten heute schon Parnterschaften als Familie.
Das liegt nicht weniger daran, dass die Geburtenrate stetig sinkt, es der Wirtschaft schlecht geht und man sich als Frau auch zusätzlich noch zwischen Kind oder Kariere etscheiden muss.
Vor hundert Jahren gab es keinen Streitpunkt bei Kindern, man hatte einfach eine Großfamilie. Heute hingegen gibt es auf Grund der Selbstverwirklichungschance in Berufen immer mehr Sigles.
Doch nicht nur die Größe hat sich verändert, viel gravierender haben sich die Zusammensetzungen einer Familie verändert. Während früher ein Ehebruch, oder eine Trennung Gründe waren, um Menschen aus einer Gesellschaft auszugliedern, werden heute Familien nur so zusammengewürfelt. Zwei Kinder von der Mutter, drei vom Vater, in eigenes und womöglich noch ein adoptiertes. Es wird toleriert, ob die Gene wahrhaftig, die eines Meiers sind oder nicht.
Patchworkfamilien sind in!
Es zählen nicht mehr die konservativen Werte, die uns vielleicht eine Zeit lang, sogar engstirnig haben wirken lassen. Die Gesellschaft ist offener geworden, für neue Formen der Familie.
Doch wenn nun alles erlaubt und toleriert wird, was macht dann noch eine wahre Familie aus?
Das ist eine Frage, die jeden beschäftigt.
Man möchte doch wissen, ob man in einer "guten" oder "schlechten" Familie aufwächst!
Doch auch hier sind die Grenzen fließend.
Der Staat schützt zwar Familien und deren Kinder vor Verwahrlosung, lässt aber die Erziehung so frei, dass man die "richtige" Familie gar nicht herausfiltern kann, oder doch?
Es gibt zwar keine allgemeingültige Anleitung, wie eine Familie funktioniert und wie sie sein sollte. Und doch hat jeder in unserer eine ähnliche Einstellung, was in einer Familie wichtig uns und was sie ausmacht?
Die Werte, die sie vertritt und die Zuflucht, die uns sein sollte.
In repräsentativen Umfragen wurden genau diese Eigenschaften herausgefiltert:
Eine Familie ist für mich: "Meschen auf die ich bauen, denen ich vertrauen kann", " Lieben und gleibt werden, "Der ort, wo ich sein kann, wie ich bin"
Familie wird nicht mehr länger durch Form bestimmt. Die alten Verhaltensweisen einer Familie wurden abegelegt und durch neue ersetzt.
Bestes Beispiel ist die Rolle der frau in einer Familie.
Noch vor hundert Jahren stand die Frau auf niederster Rolle. der Vater war Familienoberhaupt, danach kamen Kinder und an unterster Stelle die Frau.
Heute jedoch stehen sich beide Elternteile auf einer Ebene der erziehung gegenüber.
Väter dürfen sogar in den Vaterschutz, während die Frau in dieser Zeit für den Unterhalt der Familie aufkommt.
Die neue Rolle der Familie, ist eine die ihr eigentlich schon ängst hätte zustehen sollen.
Familie ist heute ein Ort der Zuflucht, ein Zu Hause an dem man sich Geborgen und Beschützt fühlen kann und darf.
Eine Familie lässt einem heute den freiraum sich frei zu entwickeln und ist gleichzeitig immer da um einem den Rücken zu stärken.
Familie ist ein Ort des Herzens geworden. Sei nun das zu hause, die Familie des Freundes, weil man sich in der eigenen nicht wohlfühlt. So ist hier die Familie.
Sei es ein Kind, dass durch adoption seine Familie, sein zu Hause bei fremden Eltern gefunden hat.
Oder sei es einfach, die Familie zu der man sich nach einem langen arbeitstag flüchten kann.
Familie hat einen Stellenwert bekommen, der sich in allen Herzen hält.
Familie ist ein Ort des Wohlfühlens und des Verstanden werdens.
Familie ist ein zu Hause.
Nikolausschreck
So sitz ich doch wahrhaftig in der Schule und habe nichts zu tun. Totale Langeweile, ist so etwas überhaupt in der Schule möglich?
Heute morgen stellte sich überraschend heraus, dass schon der sechste Dezember ist und somit Nikolaustag. Ein Tag, an dem jedes Mädchen, sei es auch nach Gesetz schon widererwartend lange erwachsen, einen Geschenkstrumpf auf dem Küchentisch erwartet.
Doch Frau M. startete mit einem kollosalen Schreck in den Tag.
Keine Nikolausüberraschung!!!
Nicht mal Madarinen, geschweige denn ein Nikolaus aus leckerer Schokolade.
frau M. startete dementsprechend schlecht gelaunt in den Tag.
Anschließend um 08.43 wird sie zu einer VWL- Gruppenarbeit gezwungen und muss sich mit mächtiger Langeweile herumschlagen....
....Doch Frau M. hilft sich weiter und nutzt die sinnlose Zeit, um ihren Lieblingen etwas zu hinterlegen,
also betet das sich mein Tag zum guten wendet und ich vielleicht auch noch in Weihnachtsstimmung versetzt werde.
eure neko
Freitag, Dezember 01, 2006
Lies mich
Das Gefühl allein zu sein. Die ganze Welt rieselt in kleinen Tropfen auf einen ein. Der Regen versucht einen von all den einsamen Stunden und Gedanken rein zu waschen, doch er kann es nicht! Das Selbst gleitet dahin, wie in Trance.
Das Selbstwertgefühl wird mit den Regenfluten davon geschwemmt und was übrig bleibt ist das kleine Häufchen Elend, gefangen in den eigenen Gedanken.
Wo ist das Lachen, das einst das Kinderzimmer erleuchtete. Wo sind all die rosa Häschen, die die Wände auf und ab liefen.
Zerstört in der grausamen Welt des Erwachsen sein. Sie nahm jede Illusion, jede Fantasie und zerschmetterte jeden Traum. Das denken wurde tiefer, aber auch einsamer und unverstandener. Hindernisse trampelten den erstrebten Weg nieder und was blieb war eine Straße, voller Schlaglöcher, gefüllt mit tausenden von Tränen.
Doch der Sonnenstrahl kitzelt meine Wangen
Der Wind füllt meine Brust
Der Duft des Grases steigt in meinem Atem und
Meine Ohren lauschen dem Tun der Welt
Einen Moment ist es ruhig geworden. In die Hektik der Welt kam Ruhe. Der Wind legte sich, der Regen stand still und die Zeit verwandelte sich in einen Fluss ewiger Stille.
Die lasten und die Verzweiflung nahm die Zeit mit und die gebrochenen Flügel breiteten sich wie ein Film über all das Böse in der Welt aus. Die Flügel, weiß ruhig im Winde wehend verdunkelten den Blick und die Augen fielen zu.
Als sich die Lieder wieder öffneten regte es wieder in Strömen auf einen ein und die Lasten fingen erneut an zu hantieren.
Doch der unsichtbare Flügel über mir nahm mich in seine Arme und gab mir Schutz.
Das zerbrechliche Wesen dürfte Zerbrechlich bleiben, denn es hatte Schutz gefunden.
Freitag, August 18, 2006
Size 00
Es ergibt sich in unserem hochmodernen Wortschatz ein neues Wort, es heißt Lolly, (Abkürzung für Lollypop). Was, das Wort soll schon bekannt sein?
Natürlich, jedoch nicht in folgender Bedeutung: Heute bezeichnet man junge Frauen als Lolly’s. In Verbindung mit einem bis auf die Knochen abgemagerten Körper, auf dem ein viel zu groß erscheinenden Kopf trohnt.
Lolly’s sind heutzutage alle gängigen Stars aus der Goldschmiede Hollywood.
Lindsay Lohan, Kira Knightley oder auch „Desperate Housewives“-Star Terri Hatcher, allesamt hungerten sich auf bedrohliche 40 – 45 Kg herunter.
Warum das alles, sind etwa auf einmal alle Bulemie krank? Nein, es scheint sich ein erschreckendes neues Schönheitsideal zu bilden, das sich 00 nennt. (In Deutschland entspräche diese Größe einer XXXS).
Nicht nur das Normalsterbliche dieses Ideal kaum erreichen können, so ist die Frage, was an einem solch knöchrigen Körper noch schön sein soll?
Ich selbst hatte die Möglichkeit in einer deutschen Bekleidungsfirma den neuen Trend als erste zu entdecken. Es stand auf dem Preisschild, in der Größentabelle, tatsächlich XXXS. Kann sich einer vorstellen was ich da vor mir hatte, diese Hotpant, war so klein ich hätte sie doch glatt für eine Ausgehtasche gehalten?!
Dieser neue Trend scheint sich also tatsächlich auch auf Deutschland auszubreiten, doch wieso? Was ist denn bitte schönes an einer Frau, deren Schulterblätter man unter der Haut direkt auf einen zustechen sieht. Was ist an einer Frau schön, die sich ihren Po und ihre Front so heruntergehungert hat, dass man sie als Waschbrett nehmen kann?
Es muss ein gewaltiger Knick in unserer Gesellschaft sein, der jungen Mädchen den Hungertod vorschreibt, denn wenn wir ehrlich sind so sind das keine Schönheitsvorbilder mehr, sonder Menschen die uns den langsam herschleichenden Tod zelebrieren. Bulemie oder Magersucht sind Krankheiten an denen Menschen in 90% der Fälle sterben!
Keiner der an diesen Krankheiten erkrankt ist findet sich schön, sie alle wissen das sie Hilfe benötigen und können nur den Kopfschütteln, darüber das heute massenhaft Frauen in diese Krankheiten getrieben werden, von Vorbildern wie Kate Moss oder Christina Richie!
Alle diese Stars behaupten das sie nicht erkrankt seinen, an einer Essstörung es sei tatsächlich nur der modische Geschmack der sie abnehmen ließe.
Sollen wir in Deutschland nun wirklich den neusten Trend aus Hollywood abschaun’ und alle nur noch einmal die Woche essen?
Ich sage Nein! Denn welcher Mann auf dieser Welt findet ein Gerüst aus Haut und Knochen noch weiblich und Schön? Und welche Frau auf dieser Erde kann behaupten, dass hungern Spaß machen würde.
Wir wollen nicht das alle jetzt in den Gegensatz dieses Trends fallen und es machen wie viele andere Amerikaner uns in die Esssucht verfallen. Wir wollen doch alle nur das wir unsere natürlichen Formen, das was uns Frauen zu Frauen macht behalten!
Gesund zu sein macht schön und sich wohl zu fühlen, weil man auch mal einen leckeren Döner essen darf, anstatt nur Salatblätter auch das macht schön. Die Schönheit einer Frau kommt von innen, dass sagten schon viele kluge Köpfe und sie hatten Recht!
Wenn sich eine Frau mit ihrem runden Po und ihrer üppigen Brust wohl fühlt, weil sie die Weiblichkeit selbst ausstrahlt, dann strahlt sie wirklich! Ihr Selbstwertgefühl steigt und sie hat das was kein abgehungertes Promisternchen aus Hollywood je haben wird. Natürliche Schönheit, die von innen kommt.
Eine Frau die das Kleid erst zum Kleid macht, ist eine Frau die wir sehen wollen, Wir wollen keine Frauen die im Kleid unter einem Stoffwall ersticken der dann an den knöchrigen Armen gerade noch so hängen bleibt.
Eine Frau hat Rundungen und eine Frau, so sagte einst mein Kumpel, ist die schönste Polynomfunktion die es gibt, deshalb sollten wir sie auch so lassen und nicht aufgrund irgendwelcher Modeerscheinungen unserer mathematische Perfektion verlieren!;p
Sonntag, August 13, 2006
Underneath your clothes
Ihn zu finden ist fast ein aussichtsloser Kampf, wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Die Auswahl ist einfach rießen groß und wo man anfangen soll weiß man auch nicht so genau. Dann ist da noch die Frage der Farbe, denn inzwischen gibt es alle regenbogenfarben rauf bis runter in Reinform, oder auch in Mischformen wie ocker, oder violett. Ja es gibt sogar welche, die in verschiedenen Farben, also bunt gestickt sind.
Doch passen und bequem sein soll er ja irgendwie auch noch. Man merkt: Es ist ein wahrer Krieg mit den Kaufhäusern auf der Suche nach dem perfekten BH, oder nach dem perfekten Etwas für drunter.
Warum überhaupt Unterwäsche? Nachdem eine Frau acht Stunden durch Kaufhäuser, Boutiquen und etliche Wühltische gestürmt ist, fragt sie sich das schon manchmal!
Schließlich hatten die Neandertaler damals auch keine Unterwäsche, die irgendetwas auszusagen brauchte. Nein ein einfacher Lendenschurz war damals ausreichend.
Nach dem sich die Frau dann eine geschlagenen halbe Stunde mit ihrem Starbuckscoffee über den Gedanken ohne Unterwäsche auszugehen Gedanken gemacht hat wird sie zu dem Schluss kommen, dass bei heutiger Mode ein Top ohne BH vllt. manchmal offene Gefühle zu sehr offenbaren würde, dass Männer sich bei einem Minirock zu schnell zu sehr eingeladen fühlen würden und das wir Frauen sind, also sowieso nichts gegen unseren Sammlerinstinkt tun können.
Also weiter auf unserer Suche. Unweigerlich stellt sich die Frau eine weitere Frage, was für Unterwäsche ist sexy und welche praktisch, oder ist vllt. doch beides kompatibel?
Weißes Feinripp ist nicht wirklich sexy, einverstanden! Doch weiße bestickte Unterwäsche ist eben einfach zu tragen, meist erschwinglich und eben praktisch, das sie weiter kombinierbar ist. Doch ganz im Herzen sieht der leidenschaftlich rote Wonderbra hinten in der Ecke mit den schwarzen Rosen und den Stickereien doch einfach unschlagbar sexy aus. Hier muss eine Mitte gefunden werden., was nicht immer leicht ist. Denn Stickereien sind nicht sehr angenehm unter engen Shirts man sieht nur allzu leicht Abdrücke des BH’s hindurchschimmern und jeder erahnt was man darunter trägt, bequem sind sie meistens auch nicht wirklich , weil es an allen enden zwickt und zwackt.
Der perfekte Bh sollte verführerisch sein, nicht unter allem hervorblitzen und bequem zugleich. Frauen dieser Welt kennen dieses Problem nur zu gut, wenn's dann einer ist dann ist er zu groß oder einfach schlichtweg zu teuer.
Wenn man es dann genau bedekt ist der kleine Stofffetzen sowieso nicht lange am Körper und der Mann würdigt die stundenlange Suche nach dem perfekten Sitz, der alles in Form bringt sowieso nicht. „Raus mit dir aus diesem hinderlich Teil!“ sind wohl die einzigen Gedanken des männlichen Geschlechts! Die nervenaufreibende Suche nach dem perfekten Etwas für Darunter wird nicht einmal richtig gewürdigt.
Also zurück zu Anfangsfrage warum überhaupt dieser Unterwäschensuchstress?
Naja auch wenn es uns die meisten Nerven kostet, wir massenhaft Geld hinblättern und der Mann es nicht mal würdigt. Ein wenig tun wir Frauen es doch auch für uns, oder nicht?
Auf die Straße gehen in dem Bewusstsein, das der Busen optimal in Ausstrahlung gesetzt wird und das das drunter unheimlich sexy wirkt, lässt und Frauen einmal wieder mehr ein erhabenes Gefühl der Selbstbestätigung.
Frau fühlt sich gut. Frau fühlt sich sexy. Schlussfolgerung: Frau wirkt nach außen unheimlich sexy.
Falls sich dann mal die unsagbar tolle Gelegenheit ergibt das kleine Geheimnis des Darunters zu lüften (man sollte wissen, dass es insgeheim ein gern gesehnes Hobby der Männer ist, sich zu fragen, welche Frau , was darunter trägt?), so wissen wir doch alle welchen Spaß es dem männlichen Geschlecht macht Geschenke auszupacken. Es ist für unsere Herren der Schöpfung dann wie damals mit sieben Jahren unter dem Weihnachtsbaum mit dem großen Geschenk mit der großen lila Schleife…
In diesem Sinne fröhliches Suchen….
Ich bin wieder hier!
Nach einer so ungewollt langen Pause, die hauptsächlich an der unmöglichen Vereinigung meinerseits mit der Technik liegt, bin ich endlich wieder hier!
Eigentlich sollte ich jetzt groß mit Sektempfang, Jubelgeschrei und vielen bunten Luftschlangen begrüßt werden, in etwa :“ Oh sie ist wieder hier, yeah!!!“
Aber ich gebe mich auch damit zu Frieden, dass ein paar Leute meine Blog - Einträge lesen.
Es ist viel passiert im Leben der Frau M. , dass leider zum Schlechten in diesem Blogg immer weniger Zeit lässt für gewohnt häufiges Schreiben.
Aber keine Angst nekolein hat euch nicht vergessen und wird euch lesehungrigen fast „Verhungerten“ schon noch Nachschub bringen *Indianerehrenwort*
Also ich bin mit einem rießen Knall aus der Versenkung gestiegen und wieder hier!
(an dieser Stelle, beim lesen dieses Textes vllt. Im Hintergrund
Fliegender Schmatzer
Eure Neko
Sonntag, Juni 18, 2006
Die Welt zu Gast bei Freunden
Nach Monaten der Vorbereitung, in denen jedes Plakat, jede Fernsehwerbung und nachdem allen anderen Möglichkeiten ausgenutzt wurden, um uns die WM, als nervenaufreibenedes nicht erfreuwürdiges Spektapel schmackhaft zu machen, ist sie endlich da Die FiFa Weltmeisterschaft!
Wer hätte das gedacht, nachdem die Deutschen schon vorher die Nase voll hatten, von der schon fast ein halbes Jahr davor zu nerven beginnenden WM, (die uns wirklich keinen Tag mehr in Ruhe lies) bricht jetzt ein wahrer Hype um den runden Ball aus.
Nicht nur die Touristen bevölkern unsere Innenstädte und freuen sich mit uns über das tolle Fußballwetter. Nein auch der lang tot geglaubte Deutsche Patriotismus ist wieder auferstanden. Keiner weiß woher, aber wenn man an Tagen wie diesen, die Königsstrasse entlang läuft sieht man Massen von Menschen mit Deutschen Fahnen. Jeder kann plötzlich die deutsche Hymne in allen drei Strophen auswendig von vorn bis hinten losträllern, Menschen legen Flaggen auf den Boden und beginnen diese wahrhaftig anzubeten, und auch von dem Einzug der Deutschen in das WM- Finale ist keiner mehr abzubringen, was man mit Rufen, wie „ Wir gehen nach Berlin“, oder „So sehen Sieger aus, Shalalala! “lauthals hinausgrölt!
Deutschland ist ein tolles Land und alle Deutschen sind heute stolz ein Deutscher zu sein. Die deutsche Mannschaft, die viele zuerst schon nach dem ersten Spiel hinauskatapultiert sahen, spielen als wären sie schon Weltmeister. Hinter der Mannschaft steht ein ganzes Land, dass so stolz auf sie ist, wie schon lang nicht mehr. Unsre Elf beweist uns, wie leidenschaftlich sie um unser Land kämpfen und spielen spannenden Fußball, mit viel Herz!
Die Fans starten Huporgien, malen sich gegenseitig an, trösten sogar die Verlierer und feiern ihr Team und lassen ihr Land hochleben. In Deutschland ist der Hype um den runden Ball so stark, dass man sogar ganze Straßen, oder Teile von Schnellstraßen sperren musste, um die Fans zu schützen, die das Echo der Hymne durch den Tunnel läuten hören wollten!
Nicht nur das Wetter ist zu Gast bei uns und lässt die Herzen höher schlagen. Nein, diese WM wird im Gedächtnis bleiben, da das Motto „Die Welt zu Gast bei Freunden“ in Deutschland tatsächlich stimmt. Alle Fußballfans, die sich in unsere Fanstädte verirrt haben, sind von unsrer Gastfreundschaft begeistert, empfinden uns als sehr hilfsbereit und lieben das pünktliche und durchorganisierte System der Deutschen.
Die Rechung geht auf, friedlich feiern die Fußballfans . Verliere und Sieger feiern gemeinsam das Fußballjahr 2006 in einem Land, dass seine Freunde zu einem 30 tägigen Spaßtrip eingeladen hat!
Mittwoch, Mai 31, 2006
MPI - Max-Plack-Institut -hier stimmt die Chemie-
Montag:
Ein eindrucksvoller, riesiger, gläserner Palast erwartete mich heute um 9.30 Uhr. Das Max- Planck-Institut für Metallforschung. Nachdem ich dir Drehtür überwunden hatte wurde ich von dem praktikumsbeauftragten Doktoranten, Hr. Schacherl, empfangen. Im Besprechungsraum wurde ich meinem Praktikumskollegen Tobias vorgestellt.
Tobias und Ich interessieren uns für einen Beruf im Fachbereich Chemie!
Da Hr. Schacherl nicht wusste welchen Interessensbereich wir genau erstreben würden, hatte er vor uns die ersten zwei Tage mal in die Werkstoffwissenschaften schnuppern zu lassen.
Er hielt noch einen allgemeinen Vortag über das MPI und machte uns dann klar, dass wir wohl nicht die Gelegenheit bekommen würden uns praktisch in der Chemie auszuleben, da diese gerade im Umbau stecken würde.
Um 13.oo Uhr hatten wir dann die Gelegenheit bei dem Praktikum der Studenten der Werkstoffwissenschaften mitzuarbeiten. Thema der Arbeit war: „Gefügeumwandlung in Fe- C- Legierungen“. Das Praktikum begann mit einem Kolloquium und danach gingen wir endlich ins Labor. Eisen- Kohlenstofflegierungen wurden von 100 C° auf unterschiedliche Weisen abgekühlt, dabei kam es zu Phasenumwandlungen und somit zu unterschiedlichen Verzerrungen in der Eisenstruktur. Wir wollten die Oberfläche der Struktur genauer beobachten, also schliffen wir!
Tobias bekam einen Lachanfall, als sich Frau m. fast die ganze Fingerkuppe abgeschnitten hätte. (Gefährlich dieses MPI)
Die geschliffenen Oberflächen wurden angeätzt und dann unterm Mikroskop untersucht.
Mit den Doktoren machte dieses ganze sachliche Zeug einen riesen Spaß und Tobias und Ich amüsierten uns, als Praktikanten richtig gut.
Es war schon halb sechs, aber Tobi und Ich wollten unbedingt noch bei der Druckmessung nach Vieckert dabei sein. Hier erklärte uns Arno (einer der Doktoranten) dass man auch mit 29 noch nach seinem Ausweis gefragt werden kann.
Gegen Viertel nach sechs machten wir uns dann müde, aber irgendwie doch stolz hier gewesen zu sein auf den Heimweg.
Dienstag:
Auf dem Weg zum MPI das erste Problem: Öffentliche Verkehrsmittel!
Ich befand mich plötzlich mitten in der Vaihinger Innenstadt, aber eben nicht am MPI!
Nachdem ich irgendwann gestresst und in letzter Minute am MPI ankam, ging es auch schon gleich los mit dem Verzunderungsversuch. Der Versuch an sich, war dermaßen unspektakulär, dass man ihn schon als langweilig beschreiben konnte. Die Werkstoffwissenschaftsstudenten krallten sich an einen Ofen und lasen alle Minute mal einen Wert ab und das 3 Stunden lang *gähn*.
Aber lustig war’s:
Wir schwäbelten alle so vor uns hin. Ich zerstörte dann kurz mal, fast den ganzen Versuchsaufbau und brachte unsren schwäbischen Doktoranten ganz schön ins Schwitzen mit dieser Einlage. Die Studenten einigten sich daraufhin darauf, dass sie keine Fehlerberechnung machen brauchen würden, sie würden als Fehlerquelle einfach Praktikanten einschreiben.
Und die Kaffeepause wurde auch nichts, weil unsere tollen Studenten den Warteraum mit Kaffee fluteten, nachdem sie die Kaffeemaschine zum überlaufen bewegten.
Tobi und mir, war das dann doch zuviel Chaos und wir verzogen uns in sicheres Terrain: dAs Chemielabor. Doch auch der Weg hierher, war nicht so einfach zu erklimmen. Denn mich legte es schier auf alle Viere, nachdem ich das frischgewienerte Bödchen unter mir nicht ganz wahrnahm. Wir dackelten lachend dem Chemieprof. Hinterher, der uns dann auch anschaulich eine Führung durch das noch vorhandene Labor zeigte. Um 15. oo Uhr hatten wir die Möglichkeit nach Hause zu reisen. Selbst Frau M. bekam es mit mehr oder weniger großen Schwierigkeiten hin den weg zu finden.
Mittwoch:
Auch heute war die Hinfahrt eine große Herausforderung für Frau M.
(die inzwischen das öffentliche Verkehrsnetz und die VVs hasst!)
Der S- Bahn Fahrer beschloss spontan zu Auslastung der S-Bahn- Linie drei Stationen auszulassen und schon am Hauptbahnhof zu halten! à Freude bei Frau M.
Diese hatte den Fahrplan bei der VVs ausgedruckt und musste nun die Bahn wechseln woraufhin das ganze errechnete Zeitsysteme der Verbindungen einkrachte!
Mit einer Viertelstündigen Verspätung kam Frau M. endlich am MPI an. Die Praktikanten bekamen heute die Aufgabe mit Hilfe von Röntgenstrahlen eine Atomstruktur zu bestimmen. Das hörte sich einfacher an, als es dann schlussendlich war! Doch bei der Arbeit im Labor, der Vorbereitung der Proben für die Maschine ging Frau M. in ihrer Arbeit auf. Sie fühlte sich bestätigt in der Wahl des CTA- Berufes und war aufgeweckt und quirlig immer darum bestrebt die Stimmung auf dem Maximum zu halten.
Es war urkomisch heute. Wir hatten sogar die Ehre an der geheiligten Kaffeepause der Doktoranten teilzunehmen, wo man uns in die hohe Kunst des Kaffeetratsch einführte.
Tobi und ich verbrachten den ganzen Tag an der uns gestellten Aufgabe und waren zum Überraschen aller unglaublich schnell fertig. Ein gutes Team eben!^^
Um 15.oo Uhr hatten wir noch ein kurzes Gespräch mit einem weiteren Prof. der Chemie, dann ging es auch wieder nach Hause.
Es hörte sich heute zwar alles sehr lustig an, was es ja auch war. Aber die physische Anstrengung und die Geistige sind nicht außer Acht zu lassen (à nur als Rechtfertigung, für die die Denken, wir würden zu wenig forschen^^)
Donnerstag:
Heute hechtete ich zum Bus, doch war überpünktlich am MPI, sozusagen zu pünktlich. Genau eine halbe Stunde zu früh. Das war aber nicht weiter schlimm, da uns Rico auch relativ früh abholte. Wir hatten heute sehr viel mit Berechnungen am Computer zu tun, hatten aber einen unglaublich belustigenden Tag. In der Kaffeepause beschlossen wir, dass Frau m. wohl doch kreativ sein müsste, nebenbei war Markus der Meinung sie sei schon eine ganz freche Göre!
(Apropos Markus, er hat seit Mo. , dank mir, den Ruf , las knuffiger Markus!)
Rico und Tobi hatten mit “sexueller Belästigung“ am Arbeitsplatz ihren Spaß und ich fand des Gag des am Türknauf abrutschenden Ricos unglaublich komisch.
In der Mittagspause gab es dann einen kleinen Plausch in der Küche, wobei sich heraus stellte, dass Rico bevorzugt rosa Hemden trägt, Tupper Party’s schmeist und gerne Gläser bläst.
Gegen Nachmittag sprang ein aufgeregter Wolfgang durch den Flur, der in seiner Kurve einen Knick fand und das unglaublich, ich zitiere „geil“ fand. Cyber Sex für Wissenschaftler eben.
Am Abend als alle Arbeit getan war, befanden wir uns dabei, Gläser zu verflüssigen. Hierbei entwickelten wir eine kleine Flaschenpost. (Herr P. Wird sich freuen)
Gegen 18.oo Uhr fuhren wir dann Heim, wobei wir nun ein wenig traurig das MPI verließen.
Denn morgen würde der letzte Praktikumstag anstehen und wir würden, all unsere netten Bekanntschaften und neuen lieben Menschen wohl hinter uns lassen müssen *wein*
Samstag, Mai 27, 2006
Zuversicht
„Wo Hoffnung und die Sehnsucht winken,die aus dem Kelch des Lebens trinken,den Worten ihren Sinn verleihen,kann Zuversicht im Licht gedeihen.“ Ingrid Riedl
Zuversicht; mit einem guten Gefühl, glücklich und voller Hoffnung in die Zukunft schauen.
Wenn einen das Schicksaal beutelt und man vom rechten Weg abkommt, wenn man nicht mehr weiß wohin. Doch plötzlich geht alles seine Bahnen und der rechte Weg scheint langsam wieder sichtbar zu werden. Genau dann fällt es einem am schwersten nach all dem Geschehen Zuversicht zu zeigen.
Man lernt die Vorsicht und erkennt das mulmige Gefühl, dass all das Glück doch nicht standhaft bleiben kann?
Woher also die Hoffnung nehmen, das nun alles Leid vorbei und das Glück gekommen ist?
Zuversicht und das Vertrauen wieder aufzubauen wird kein 3 teiliges Drama werden. Es wird über viele Akte gehen!
Man wird sich anfangen müssen zu vertrauen.
Man wird beginnen müssen, die Ängste abzulegen.
Man wird all sein Gefühl und all seine Bemühungen heraufbeschwören.
Und wenn alles gut geht, dann wächst aus der momentanen Angst doch noch Zuversicht.
Zuversicht das Alles Gut werden möge. Vertrauen in die Zukunft.
Das Schicksaal hinnehmen und dankbar sein für das Glück das man sein Eigen nennen kann.
Es wird Zeit brauchen, die Zuversicht zu finden, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.
Filmkritik- The Da Vinci Code/Sakrileg
Sakrileg ist die Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von Dan Brown. Es geht um einen ermordet im Louvre aufgefundenen Museumsdirektor, der mit Hilfe der großen Gemälde von Da Vinci Informationen an seine Enkelin weitergeben möchte. Die Enkelin bekommt Hilfe von einem angesehenen Symbolforscher, der bedauerlicherweise jedoch auf der Liste der Tatverdächtigen ganz oben steht. Der Wettlauf mit der Zeit beginnt, da die Polizei die beiden Unschuldigen nun vom Interpool verfolgen lässt.
Die verschlüsselten Informationen, die der Großvater überbringen wollte, sollen die Glaubenswelt auf den Kopf stellen und so beginnt eine Hetzjagd um das „Wahre Wissen um Jesu Christi“.
Der Film hält sich zwar sehr an die Vorgaben im Buch, musste jedoch wegen der enormen Länge Abstriche Vornehmen. An vielen Stellen im Film werden erklärte Theorien nicht nachvollziehbar dargestellt und auch die unglaubliche Spannung die das Buch vorgibt bleibt im Film mehr oder weniger ganz auf der Strecke. Kleine Details sind teilweise sogar ganz verändert worden, was aber nur den aufmerksamen Bücherlesern auffallen wird.
Neben der Überlänge und der ,zäh wie Gummi, auseinander gezogenen Handlung stehen auch die Schauspieler nicht wirklich im Schein ihre Tuns da. Audrey Toutou und Tom Hanks stellen völlig andere Charaktere, als durch das Buch erwartet.
Das Buch wurde in 44 Sprachen übersetzt und erweckte das Interesse der Menschen an der Geschichte um Jesu Christi neu. Der Film hingegen wurde in jedem Internetportal, auf jeder Fernsehstation und auf allen Plakaten gepriesen, es wurde einen Heiden Lärm um Nichts gemacht.
Für alle, die das Buch nicht gelesen haben ist der Film nur schwer verständlich und für Leser die vorrausichtliche größte Enttäuschung des Kinojahres 2006!
Sonntag, Mai 07, 2006
Der Taxifahrer
Ich lief durch die Unterführung, las ich plötzlich hinter mir dieses seltsame Geräusch vernahm. Mir war, als würde jemand hinter mir laufen. Ich wollte mich nicht umdrehen, da in mir die Angst aufstieg, während ich hörte wie die Schritte immer näher kamen. Die Schritte wurden immer lauter und um mich herum, war alles dunkel und kalt. Die Unterführung war wie ein Tunnel mit einem einzigen Weg hindurch. Wohin hätte ich fliehen sollen? Die kalte zirkulierende Luft schnitt sich in meine Kehle, während ich mich auf die Schritte hinter mir konzentrierte.
Plötzlich wurden die Schritte dunkler, lauter und... und schneller! Was auch immer da hinter mir vor sich ging, es bewegte sich nun rennend auf mich zu. Jetzt bekam ich es wirklich mit der Angst zu tun. Wer um alles in der Welt geht um diese Stunde, mitten in der Nacht, noch durch dieses Unterführung? Und warum fängt dieser Mensch an zu rennen , sobald er mich erkennt?
Der Abstand der Person hinter mir und mir selbst begann sich stetig aufzulösen. Es war als ob er mit jedem Schritt eine größere Distanz überwunden hätte und als ob jeder Schritt von der Person größer werden würde, nur um mir schneller näher zu kommen.
Nun fing auch ich an meine Schritte größer und in schnelleren Abständen zu setzten. Ich wollte nicht das dieser Mensch mich einholte. Ich sah schon das Ende der Unterführung das einfallende Licht der oben folgenden Straße. Dort oben waren sicher Menschen, ich erwägte dort oben Sicherheit vor meinem Verfolger.
Plötzlich ein ohrenbetäubender Knall! Es war wie ein Pistolenschuss, der sich durch mein Mark und Bein setzte. Es war wie ein elektrischer Stromschlag der meinen ganzen Köper zum Stillstand brachte.
Ich konnte nicht mehr gehen, mitten in der Bewegung war ich stehen geblieben, ohne zu wissen warum. Ich wollte rennen, wollte weg von diesem unheimlichen Ort, doch ich konnte mich nicht rühren! Langsam wurden meine Ohren wieder klar. Doch was war das? Ich vernahm nichts mehr?
Alles war plötzlich totenstill? Kein Geräusch der überliegenden Straße, kein Getummel der Leute am Ende der Unterführung und nicht einmal …ja, keine Schritte mehr hinter mir?
Was war geschehen? Erst diese Schritte, die mich zu verfolgen schienen, dann ein Schuss und alles ruhig?
Mein Körper begann zu verstehen und es wurde kalt? Ich verspürte wie mein Atem eisig kalt aus meinen Lippen entwich. Meine Angst nagelete mich an den Boden, doch meine Neugier konnte meinen Schock besiegen und ich drehte meinen Kopf langsam hinter mich. Es war wie in Trance, wie in Zeitlupe, als sich meine Augen nach dem hinter mir liegenden Ort umwanden.
Dunkelheit und ein fahles einleuchtendes Licht des Anfangs der Unterführung.
Doch wo war alles, was war geschehen? Ich sah …. Nichts?
Nichts, kein Mensch , niemand, nicht einmal ein Tier oder eine im Wind herumwedelte Tüte? Gar nichts? Die Unterführung war leer, einfach leer?
Ich hörte meinen Atem durch die Unterführung hallen, als ich voller Panik auf die Straße flüchtete. Meine Füße schienen zu schweben, als ich die Treppen der Unterführung hinauf stieß.
Die Straße, Laternen , Autos, Menschen. Alles war wie wenn nichts geschehen wäre. Es waren Partywütige Teenager unterwegs, Päarchen küssten sich im Mondschein, Autos veranstalteten Rennspielchen und ich stand mitten über der Unterführung und Verstand nichts mehr! Was war geschehen, wo waren die seltsamen Schritte hinter mir hergekommen und vor allem wo waren sie geblieben?
Ich wusste nicht was passiert war, doch es war mir unwichtig. Das einzige was ich nun wollte war mich aufzulösen in der Masse der Menschen hier in der Innenstadt, weg von meinem Verfolger. Weg aus diesem Alptraum. Ich stieg in das nächste Taxi, dass vorbei fuhr und ließ mich zu der von mir geheißenen Straße fahren. Doch in all meiner Aufregung bemerkte ich das helmische Lächeln und das Funkeln der Augen des Taxifahrers vor mich nicht!....
Samstag, Mai 06, 2006
Unser Pragerfrühling
Seit 12 Jahren lassen wir die Lehrer nun auf unserer Nase herumtanzen und erlauben es ihnen uns mit ihrem sinnlosem Frage- Antwort- Spiel zu ärgern.
Doch jetzt ist die Zeit gekommen zurückzuschlagen, denn jetzt kommt unsere Studienfahrt!
Es sollte eine ruhige, besinnliche und kulturelle Reise nach Prag werden, wäre da nicht die 12/1 gewesen.
Montagmorgen 7.oo Uhr sollte es zügig losgehen. Nachdem das Kofferproblem gelöst war und alle Mitschüler auf ihre Plätze verfrachtet wurden, konnte es endlich losgehen. Eine Busfahrt, die ist lustig eine Busfahrt, die ist schön! Nach diesem Moto wurden lautstark von einigen Mitschülern alte Wolle Hits angestimmt und der Asphalt wurde von unserem Busfahrer Milan zum kochen gebracht. Nach etlichen Rastpausen, unter anderem an ländlich idyllischen Hotels und dem ein oder anderem Schlecker und nach einem guten Rutsch über die Grenze kamen wir um 16.oo Uhr in Prag, genauer in der Luxusgegend Opatov, am Hotel Opatov an. Die Schüler staunten nicht schlecht, als sie die unglaublich luxuriöse Hotelanlage sahen. Wenn man mal von den Begrüßungsspinnen in der Lobby absieht! Nachdem wir im Bus noch ein paar illegale Geldumtauschgeschäfte getätigt hatten, wurden wir in ein Zimmerbelegchaos gestürzt. Keiner wusste so recht wie die Zimmer aufgeteilt waren, niemand wusste wohin mit den Koffern und unsere Frau Schöllhammer war auch nicht aufzufinden. Doch wir wären nicht die 12/1 wenn wir uns nicht zu helfen gewusst hätten. Nach geschlagenen 30 min. hatten wir die Ehre unsere Zimmer in Beschlag zu nehmen. Doch bevor wir nach dem erste bestaunen der Zimmer, die ersten Selbstmord versuche tätigen konnten mussten wir noch schnell eine Inventarliste ausfüllen, dass wir ja nichts von der exquisiten Einrichtung mitnehmen konnten.
Der Tag war bis hier her schon aufregend genug, doch da sollte noch einiges auf uns zu kommen: Erst einmal gab es da dieses einkaufen in komisches tschechisches Markt. Wo jedoch Positiverweise ein Wodka umgerechnet sechs Euro kostete.
Um halb sieben ging es dann unter Anleitung der Klassenlehrerin in die Prager Innenstadt. „ Prìsti Stánice Prag!“ erklang es in den Metrosprechern, bevor wir uns aufs Prager Nachtleben stürzten. Nach langem Suchen fanden wir auch eine Cocktailbar mit heimatlichem Flair und sexy Obern. Die Joebar, hier verbrachten wir bei ein paar Margaritas den ersten Abend in Prag. Dieser Abend endete in unserem Partyraum 308. Hier wurde noch bis spät in die Nacht mit Chips, Cola, Martini und seltsamen „Tanze Samba mit mir“- Songs die Ankunft gefeiert. Leider mussten wir um 2.oo Uhr feststellen, dass Frau M. im Laufe dieser Woche wohl ein paar Schlafwandelnde Anfälle bekommen würde. Gott stehe uns bei!“Dienstagmorgen begann um halb sieben und wurde mit einem weniger begeisternden Frühstück begonnen. Um 9.oo Uhr begaben wir uns mit unserem Stadtführer Karrel mit Hilfe der Metro nach Prag um uns bis 12 ein wenig der Kultur der Prager Innenstadt zu widmen. Am Ende der Führung wurden wir an der Karlsbrücke stehen gelassen und dürften uns als erstes mit der Such zurück zum Wenzelplatz begnügen. Zeit für Mittagsschnabuleien im Restaurant zum goldenen M! In Prag konnten wir tun und lassen was wir wollten, wobei die männlichen Gruppen sehr oft den Satz „Want you buy some chicks?“ zu hören bekamen. Am Frühabend gab es Trauerstimmung im Zimmer 608, das der Jacky 597 Koronas kostete, was nicht wirklich billig ist. Frau M. vergnügte sich in der Zwischenzeit damit schlafende Klassenkameraden auf Film festzuhalten.
Wieder um 19.oo Uhr zurück in der Pragerinnenstadt: Eine unglaublich gemütliche und wohlschmeckende Pizzeria besucht und danach wieder die Joebar
unsicher gemacht. An diesem hübschen Ort gab es an diesem Tag eine Karaocke Party, doch die Idee die Prager mit unserem schlechten Gesang zu belästigen, wurde durch die Unentschlossenheit der Weiber zerstört. Die eine Hälfte der Klasse fand sich gegen 12.oo Uhr wieder in Opatov ein, während der Rest sich die Diskos vornahm.Wobei der Diskobesuch für einen Mitschüler etwas unglücklich endete. Denn er wurde einfach in der Toilette der Diskothek vergessen!
Doch auch dieser arme Tropf fand um 5.oo Uhr wieder zurück nach Opatov!
Mittwochmorgen begann mit der Begegnung der Alkoholleichen des Vorabends am Frühstückstisch. Um 9.oo Uhr, nach einer Diskussion, ob der liebe am Vorabend vergessene Diskobesucher nun seinen Rausch ausschlafen, oder mitkommen musste beendet worden war, fuhren wir geschlossen zu Prager Burg.
Hier gab es für alle Fotoshooter massig viel zu tun und der Ausblick aus der Prager Burg war einfach gigantisch. Ende der Führung war am goldenen Gässchen. Von hier aus trennten sich die Wege der Grüppchen. Viele wanderten Heim, um sich den kopf frei zu schlafen und andere besuchten noch ein paar hochkulturelle Sehenswürdigkeiten. Den Bücherbrunnen in der Landesbibliothek, den Petrin und natürlich die deutsche Botschaft. Hier hätten wir schon fast um Asyl gebeten, wenn uns der Hunger nicht in die nächste Pizzeria getrieben hätte.
Zurück im Hotel standen wieder mal Einkäufe auf dem Tagesplan und wir Frauen wurden belehrt, dass man auch Männer zum Nagelfeielen einkaufen schicken kann, nicht wahr Herr O.? Nachdem man sich in der Lobby ein Fußballspiel rein gezogen hatte, begann die so genannte „Gang-Party“. Klassenkollegen rannten in BHs und Sonnenbrillen, mit angeschminkten Bartwuchs über den Gang und verkauften sich als tschechische Edelnutten. Diese Nacht endete in einer grandiosen Leistung, nämlich derer in ein Zimmer sehr kleiner Größe 33 Personen zu stecken und sogar das bravste Mädchen der Klasse zu ihrem ersten Schluck Congnack zu überreden.
Donnerstagmorgen startete mit dem alltäglichen 7.oo Uhr Ritual. Um 9.oo Uhr gab es eine weniger pünktliche Abfahrt nach Theresienstadt. Hier gab es eine Besichtigung der großen und kleinen Festung des Gefängnisses der Gestapo, einen Besuch eines Museums im Judenviertel und um 13.15 Uhr einen Abstecher zum Fiji- Markt. Die Männer richteten sich mit Waffen ein und die besonders coolen Mädchen kauften sich im Kaufrausch gleich mehrere gefälschte Guccigürtel. Um 19.oo Uhr gab es ein tschechisches Studienfahrtsausklangssessen mit der Lehrerschaft und dieses Essen war pünktlicher als man sich es denken kann. Diese Nacht sollte nun eine lange Nacht der Pragertouris werden. Um 22.3o Uhr begab man sich in die größte Diskothek m Mittelmeerraum, wobei sich die Frage auftat warum Mittelmeerraum? Schließlich hatte jedenfalls eine Mitschülerin ihren 18 Geburtstag, der gebührend in der 80er Jahre Hitlounge mit Unterstützung des Religionslehrers gefeiert wurde.
Auch an diesem Diskoabend gab es wieder einen armen Tropf, der diesmal zwar nicht vergessen wurde, dessen Hose aber einen Abflug machte. Seine Hose bekam einfach keine Lust mehr, während seiner tanzenden epileptischen Anfälle und riss mitten im Schritt. Alle Alkoholleichen (das Bier kostete in der Diskothek umgerechnet 30 Cent) begeben sich gegen 4.oo oder 5.oo Uhr mit dem Taxi nach hause, manche jedoch taten noch einen kleinen Abstecher in unseren geheiligten Mc Donalds und legten mit weniger bekannten Pennern im Rauschzustand eine flotte Sohle aufs Parkett. Im Hotel beschloss man sich, dass eine Stunde schlaf nicht sehr vorteilhaft wäre und die Nacht wurde zum Tag erklärt. Nach großen Duschaktionen um halb sechs Uhr morgens waren alle Schüler wieder mehr oder weniger bei sich.
Freitagmorgen Frühstück um 7.oo Uhr. Die verschlafene Hälfte wurde von den noch kein Auge zubekommenen übernächtigten wach gehalten. Um 8.o Uhr begab man sich dann mit neuen Eindrücken zurück in Richtung Heimat. Diese Busfahrt verlief sehr ruhig, da man den Schlaf der letzten fünf Tage schon mal begann nachzuholen.
Um 16.30 Uhr hatte die 12/1 wieder heimatlichen Boden unter den Füßen und geschlossen begab man sich daheim angekommen in das so sehr vermisste Bettchen.
Unsere Studienfahrt war ein voller Erfolg! Zwischenmenschliche Beziehungen innerhalb der Klasse wurden gefestigt, einige neu geknüpft und Streitereien wurden endgültig beiseite geschoben.
Jetzt gibt es für uns nur noch eine Hürde zu nehmen: das Abi!
Aber die 12/1 wird auch diese Herausforderungen wieder mit Bravour meistern!

